Monsters vs. Aliens

Geschrieben am 19. April 2009 in DVD, Kino, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Und wieder ein netter Kino-Nachmittag-Ausflug in virtuelle Welten: Monsters vs Aliens. Natürlich mit digitaler Projektion und mit 3D Brille in der Kinder-Nachmittagsvorstellung. Die gute Nachricht: für Actionfilme und Animationskino ist 3D eine feine Sache. Sieht klasse aus, keine Kopfschmerzen und die blöde Brille passte sogar über meine Sehbrille drüber. Und ich dachte schon ich brauch Kontaktlinsen. Der Film an sich ist schnell, lustig und warmherzig/schmalzig. Schön ist auch, dass es eine weibliche Identifikationsfigur (30 Meter gross) gibt, so dass sich nicht nur Jungs in den Film trauen dürfen. Erwachsene Sience-Fiction-Fans freuen sich über die schrägen Anspielungen auf zahlreiche Genre-Klassiker. Deutlich sichtbar ist, dass der Film von vorneherein als 3D Film konzipiert war. Ständig fliegen Trümmer ins Publikum und Riesenhände kommen dem Zuschauer entgegen. Kunst und Kultur lassen sich so nicht besser vermitteln, aber buntes Event-Kino à la Star Wars oder Matrix dürfte von der Technik profitieren. Ob Filme wie die ‘Herr der Ringe’-Trilogie in 3D besser ausgesehen hätten, darf man aber bereits bezweifeln.

Aber egal, Kino bleibt spannend. Was eine Achterbahnfahrt ;-) ))
Ich freue mich schon auf ‘Avatar’ von John Cameron.

Plakat leider nicht in 3D...

Plakat leider nicht in 3D...

Wieso hat da eigentlich noch keiner ein (gutes) Rollenspiel draus gemacht (Nachtrag)

Geschrieben am 7. Januar 2009 in DVD, RPG, Single Player, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Nachtrag zu meinem Text zur Wächter der Nacht Trilogie: wie ich eben gelesen habe gibt es bereits ein Spiel zum ersten Film. Tja, erst googeln – dann schreiben…

‘Wächter der Nacht’ kommt vom russischen Programmierer-Team Nival, erschien 2006  und ist Testberichten zufolge leider eine Gurke. Nun wissen wir es. Schade für Herrn Lukianenko. So wie sich die Berichte lesen, krankt das Spiel vor allem daran, dass man nicht kapiert, was in der Story passiert. Ein Effekt, der sich auch schnell bei den Filmen einstellt. Vielleicht lohnt sich das Game ja, wenn man die Bücher kennt. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Wieso hat da eigentlich noch keiner ein Rollenspiel draus gemacht…

Geschrieben am 6. Januar 2009 in Bücher, DVD, Kino, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

…dieser Gedanke kommt einem Gamer so manches Mal, wenn man ein Buch zuklappt oder aus dem Kino stolpert. Nun kommt hoffentlich niemand auf die Idee, aus ‘Krieg und Frieden’ ein MMO zu machen, aber es gibt einfach bestimmte Arten von Trivial-Literatur, die den ‘Keim’ zum Rollenspiel schon in sich tragen. Eines dieser Bücher ist die ‘Wächter’-Trilogie des Russen Sergej Lukianenko.  Zwei der Bände haben es bereits recht spektakulär ins Kino geschafft: ‘Wächter der Nacht’ und ‘Wächter des Tages’ wurden vom kasachischen Regie-Shootingstar Timur Bekmambetov (‘Wanted’) verfilmt. Die Filme räumten insbesondere in Russland heftig an den Kassen ab.

Sowohl Filme als auch Bücher haben einen erfrischend anderes Feeling als die handelsübliche deutsche, englische oder amerikanische Fantasy/SF Ware. Besonders deutlich wird das im Kino, wenn man plötzlich ausschliesslich russische Schauspieler sieht. Wo bleibt Brad Pitt? Wo ist George Clooney? Das Fehlen des Hollwood 08/15 Looks ist ungewohnt, macht die Filme aber sehr glaubhaft und eben…anders. Man sollte sich die DVDs übrigens besser erst ansehen, nachdem man die Bücher bereits gelesen hat, denn die Story wurde stark abgewandelt und ans Medium angepasst, so dass kaum Spoiler auftauchen. Da aber die psdeuo-reale der Wächter Trilogie reichlich komplex ist, hilft die Lektüre sehr, den Einstieg in die Filme zu finden. Ausserdem lohnt es sich, beide Filme direkt nacheinander zu sehen, da die Story eng verwoben ist und sich nach dem zweiten Film elegant schliesst.

Warum ist die Wächter Trilogie ein exzellenter Stoff für ein Rollenspiel?

Einer der Hauptgründe ist, das Lukianenko selber zumindest ein Teilzeit-Gamer ist. Konsolen- und PC-Spiele finden immer wieder den Weg in seine Geschichte. Im ersten Teil des Filmes benutzt der Widersacher, der hinterliste Zauberer Sebulon, sogar eine PS2 um den Showdown des Films im Vorfeld zu trainieren, damit er als ‘Endgegner’ auch gut in Form ist. Das kann man cool oder aberwitzig finden, neu ist es auf jeden Fall. Und es zeigt, wie ungezwungen der Autor mit dem Thema umgehen kann.

Vor allem aber weist die gesamte Welt der Wächter-Romane Rollenspiel-artige Merkmale auf. So ziemlich alle bekannten Motive der klassischen und modernen Gruselliteratur tauchen auf: Zauberer, Hexen, Vampire, alle möglichen Gestaltwandler, Parallel-Dimensionen und natürliche magische Artefakte (Items!!!). Alles kommt in verschiedenen Kraftstufen vor. Die Magier teilen sich sogar in Ränge ein. Anton, der Protagonist, beginnt als lausige Nummer Vier und grindet sich schliesslich bis zum Ende des dritten Bandes bis zur ersten Stufe empor. Man hat stellenweise das Gefühl , dass  Lukianenko die Handlung einer Pen & Paper Kampagne (Vampire?) entnommen hat. Macht aber nix. Es ist trotzdem sehr nett zu lesen.

Und warum hat noch niemand ein Spiel draus gemacht? Möglicherweise will Herr Lukianenko zuviel Geld? Oder das Filmstudio hat die Gaming-Rechte mitgekauft und sitzt drauf wie die Henne auf den Eiern? Oder vielleicht ist die Story den Spiele-Konzernen nicht ‘westlich’ genug. Risiken geht man dort ja nicht gerne ein. Persönlich würde ich einem ‘Wächter’-MMO aber weitaus höhere Chancen einräumen, als  z.B. dem Spionage-Game ‘The Agency’ von Sony.  Und so klein soll der russische Markt ja auch nicht mehr sein. WOW läuft da jedenfalls schon…

Wer nicht auf das MMO warten will, kann sich natürlich jederzeit die Bücher und die DVDs gönnen. 

PS: wer jetzt eine Inhaltsangabe sucht, schaut einfach bei Amazon rein. Da habe ich jetzt keinen Nerv drauf.

 

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