Frohe Weihnachten in allen Welten!

Geschrieben am 25. Dezember 2011 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene, Netzkultur, RPG, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Egal wo Ihr seid, was Ihr seid und an welche Götter Ihr glaubt… die planaren Exploratoren wünschen Euch frohe Tage, Ruhe und Entspannung.

Unser Weihnachten? Wir erinnern uns an diesen Tagen gerne an die beiden Schöpfer von Dungeons & Dragons: Dave Arneson und Gary Gygax. Zwei schrullige Typen, die in den späten 70ern den Mut hatten, ihr seltsames Hobby zum Beruf zu machen und damit den Grundstein für alle Rollenspiele legten, die wir heute spielen. Egal auf Konsole, PC oder Papier. In diesem Sinne empfehlen wir allen eine schöne Runde RPG mit ein paar guten Freunden. Für uns gibt es nichts Schöneres zu Weihnachten.

Die planaren Exploratoren zollen Respekt an den ersten grossen Weltenschöpfer des RPG Hobbys.
Die planaren Exploratoren zollen Respekt an den ersten grossen Weltenschöpfer des RPG Hobbys.

Gary Gygax war in den Anfangsjahren die treibende Kraft hinter D&D  und galt als eisenharter aber auch extrem witziger Spielleiter.
Gary Gygax war in den Anfangsjahren die treibende Kraft hinter D&D und galt als eisenharter aber auch extrem witziger Spielleiter.

Mythos wird endgültig zum Mythos.

Geschrieben am 20. Oktober 2011 in MMO-Szene, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Das war’s: Mythos Europe macht bereits nach einem 1/2 jahr die Server dicht.

Schade für die Community, aber die Planaren Exploratoren konnten dem Spiel ohnehin nicht viel abgewinnen. Das ist fast schon prophetisch… Mythos. Der Name ist/war Programm, denn der Mythos um das Spiel war das Interessanteste am Spiel. Ein Mini-MMO aus dem engsten Dunstkreis der alten Diablo-Crew… Das kleine Test-Projekt von Hellgate London, dass länger laufen sollte, als das vom Unglück verfolgte Hauptspiel…

Nun ja, irgendwann gerät jeder Mythos in Vergessenheit. Besonders, wenn keine (Gameplay-)Substanz dahinter ist.

PS: Sorry Schwarzdorn, wir wissen, dass Du es gern gespielt hast. Mögen Deine Chars in Frieden ruhen.


82% für die Mona Lisa

Geschrieben am 12. September 2011 in Netzkultur, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Letzte Woche tobte ein Orkan der Entrüstung durch das Westentaschen-Universum der deutschen Spielekritiker. Der Auslöser:  ein frustrierter  Artikel auf Spiegel.de vom ehemaligen Gamestar Redakteur Christian Schmidt. Seine Meinung: der Spiele-Journalismus in Deutschland ist auf dem selben (infantilen) Niveau wie vor 28 Jahren, als die erste selige Happy Computer erschien. Der Angriff traf Christians (ehemalige) Kollegen tief.  Als erstes antwortete Tester-Urgestein Mick Schnelle, dann folgte ziemlich fix Petra Fröhlich (ebenfalls auf Spiegel). Von den kilometerlangen Threads, auf denen das Thema dann natürlich zu Tode diskutiert wurde, wollen wir gar nicht erst reden…

Was ist dran am Streit über den Status Quo des deutschen Spielejournalismus?  Unserer Meinung nach weisen Christians Thesen mit Recht auf einen echten Misstand hin. Spielemagazine sind langweilig, austauschbar und erzeugen ihren Kaufanreiz zu 99,9% aus der Zugabe DVD. Wir, die Exploratoren, kaufen des öfteren die Gamestar oder auch die PC-Games, müssen aber immer wieder feststellen, dass eigentlich nur noch die letzten 20 Seiten interessant sind. Hardwaretipps, Artikel über Spieleklassiker und die leider sehr seltenen Hintergrundberichte zu Entwickler-Studios oder zu neuen Branchentrends. Insbesondere die Berichte zu kommenden Spielen, die traditionsgemäss das erste Drittel eines Magazins füllen, sind unserer Meinung nach nicht mal das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Abgeschriebene Marketingtexte. Von Journalisten, die in den Hauptquartieren der Publisher tagelanger Gehirnwäsche ausgesetzt wurden. Unabhängige Berichterstattung sieht anders aus…

Auf der anderen Seite steht die harte Realität: Magazine mit höherem Anspruch, wie etwas die GEE, haben in Deutschland leider keine Chance auf breiten Zuspruch. Und natürlich sind Computerspiele immer noch technische Produkte, die einer schnellen technischen Entwicklung unterliegen. Also sind auch die technischen Aspekte eines Spieles von Bedeutung. Also sollte auch darüber geschrieben werden. OK.

Etwas schwach fanden wir aber Petras Standpunkt. Kurz gesagt: die Spiele sind einfach doof, weil sie für Mainstream-süchtige Deppen gemacht werden. Also kann man auch nur Stuss drüber schreiben. Siehe Hollywood-Popcorn-Kino. Dankeschön Petra, uns geht’s genauso. Wir Exploratoren fühlen uns eigentlich auch zu intelligent für unser Hobby. Schön, dass wir nun nicht mehr allein sind. Vielleicht wäre es aber mal an der Zeit, die besagten Spiele-Graupen auch beim Namen zu nennen? Vielleicht sogar in Deutschlands dickstem Spielemagazin, wo man ja Chefin ist? Oder vielleicht denkt man vorher besser nochmal an die grossen Anzeigen-Kunden? Was in allen Artikeln ungesagt bleibt, ist dass die deutschen Spielemagazine am Tropf der Marketingbudgets der Spieleindustrie hängen. Wenn man über Call of Duty nichts Interessanteres schreiben kann, als dass die Terroristen nun auch Fußabdrücke beim rückwärts laufen hinterlassen, dann schreibt man es eben. Das ist nämlich gesünder für die Anzeigen-Akquise der Zeitungen, als wenn man klipp und klar sagt, dass es sich hier um schlimmsten Crap handelt, der das Gehirn still legt, die Moral mit Füssen tritt und am besten nur von US-Neo-Cons im lichtdunklen Keller gespielt werden sollte.

Wahr ist, dass die interaktive Unterhaltung längst erwachsen geworden ist. Wahr ist, dass Spiele Kunst oder Schrott sind. Dass Spiele Gesellschaftskritik enthalten, dass sie beeinflussen, beurteilen und erziehen. Und dass manche Spiele uns im Inneren berühren und manche eben nicht. Und Christian hat Recht, wenn er bemängelt, dass all diese Wahrheiten kaum Eingang in die deutsche Spielekritik finden.

Egal, die Gamer wollen es ja nicht anders. Also schließen wir uns für heute mal dem Mainstream an. Wir vergeben eine 82% Wertung (4 Sterne) für die Mona Lisa von DaVinci. Tolle Ausleuchtung, super Pinselstrichstruktur! Leider ist die Frauen-Dichte mit einem Mädel viel zu niedrig. Vor 250 Jahren wäre auch noch die magische 90% Wertung drin gewesen. Aber leider müssen wir heutzutage Abzüge wegen der ausgeblassten Farben machen. Sorry, Leonardo!


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