Night of the living dead…in DDO

Geschrieben am 21. Mai 2010 in Dungeons & Dragons Online, RPG von Reaktorblock || Keine Kommentare

Wenn die planaren Exploratoren in fremde Ebenen eindringen (prosaisch: Computerspiele, Filme etc…) um darüber zu berichten, sind wir (meistens) auf alles vorbereitet. Trotzdem gibt es hin und wieder eine nette, unerwartete Überraschung. Als wir unlängst das sehr feine DDO-Abenteuer ‘Tomb of the Unhallowed’ aus der Nekropolis-Reihe spielten, blieb eine Existenzebene an einem Explorator hängen…

bibber
Die ‘Tomb of the Unhallowed’. Feinste Untoten-Stimmung und nettes Gameplay, wie man es am Ende der Nekropolis-Reihe öfter findet. Und BTW: fette XPs…

Wie passiert sowas? Natürlich handelte es sich bei der Sache um einen Bug. Und man muss sagen: um einen recht unterhaltsamen.

Während wir das Abenteuer spielten, wechselten wir (planmässig) mehrmals zwischen der normalen, materiellen Existenzebene von Eberron und Dolurrh, der Ebene des Todes, hin und her. Wenn wir uns in Dolurrh befanden, verfärbte sich der Bildschirm ins Schwarz-Graue und Nebelschwaden stiegen aus dem Boden auf. Schön gruselig, wie es sich für ein zünftiges Untoten-Abenteuer gehört. Nachdem wir unsere Expedition erfolgreich beendet hatten, verschwand der Grafik-Effekt von unseren Screens und wir wandelten wieder wohlbehalten durch Stormreach, die zentrale Stadt von DDO. Bei Schwarzdorn (Ehrenmitglied der Exploratoren, honoris causa) jedoch hing die Grafik irgendwie auf Dolurrh fest. Und tauchte die gesamte Stadt mit allen Bewohnern in finsteres Licht. Das ganze sah wesentlich interessanter aus, als die üblichen Effekte, die den Wechsel auf die Nacht-Zeit anzeigen (Strassenlaternen, Sternenhimmel). Insbesondere die starke Einschränkung der Sichtweite sorgte für unerwartetes Staunen. Nach einem Neustart war der Effekt natürlich verschwunden. Schade eigentlich ;-)

Der Marktplatz von Stormreach, aus der Sicht eines Untoten. Alles so schön grau hier!
Der Marktplatz von Stormreach, aus der Sicht eines Untoten. Alles so schön grau hier!
Der Untoten-Effekt liess sich sogar in weitere Gebiete des Spieles 'mitnehmen'. Hier die Giantholds mit den toten, untoten versteinerten Riesen.
Der Untoten-Effekt liess sich sogar in weitere Gebiete des Spieles ‘mitnehmen’. Hier die Giantholds mit den toten, untoten versteinerten Riesen.

Die Exploraten freuen sich schon auf den Tag, an dem die untoten Horden aus der Nekropolis hervor brechen und die Stadt überrennen. Es wird coool aussehen. Aber das wissen wir ja schon seit der Armee der Finsterniss…

Der (bisher mit Abstand einfallsloseste) Name des Monats

Geschrieben am 8. April 2010 in Der Name des Monats, Dungeons & Dragons Online, Netzkultur von Reaktorblock || Keine Kommentare

Ein Charakter reicht nicht aus, um ein MMO zu spielen. Wir reden hier nicht von der shizophrenen Sitte, ein Spiel mehrmals mit unterschiedlichen Charakteren zu spielen (auch bekannt als twinken…). Nein, heute geht es um den Bank-Charakter. Ein Bank-Char ist prinzipiell ein armes Schwein. Sein einziger Existenzgrund ist der Inventory-Platz in seinem Rucksack, den er selbstlos dem Haupt-Charakter zur Verfügung stellt. Ein Bank-Char ist also nichts weiter als ein Aldi-Beutel mit Beinen. Das ärgerliche an der ganzen Sache ist, dass man, um einen Bank-Char zu bekommen, durch die gesamte Prozedur der Charakter Erschaffung hindurch muss. Und an deren Ende wartet der fürchterliche Augenblick der Wahrheit… der Charakter muss einen Namen bekommen. Das Ergebnis dieser Qäulerei kann man dann am Briefkasten, Auktionshaus oder am Bankschalter  bestaunen: Elfen-Zauberer namens Schliessfach_23, Zwergen-Diebe, die Taschenplatzus heissen oder vielleicht sogar den aktuellen Namen des Monats …

Manchmal muss es eben schnell gehen. Ist doch klar, oder? Warum soll man sich das Hirn zermartern wegen eines beschissenen Bank-Chars? Wieso nenne ich meinen Hund nicht eigentlich auch Schgjklbp?

DDO: Gildenhäuser oder Luftschlösser?

Geschrieben am 31. März 2010 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene von Reaktorblock || Keine Kommentare

Die Gildenhäuser für DDO werden konkreter. Und interessanter. Auf dem PAX Gaming Event in Boston hat Fernando Paiz (Projektleiter DDO oder so…) gegenüber der Website ‘massively’ erklärt, dass sich die Spieler nicht mit normalen Gilden(reihen)häusern zufrieden geben müssen. Statt dessen planen die Entwickler bewegliche Gildenluftschiffe, die nicht nur als Versammlungspunkt für sporadische Gildentreffen dienen sollen, sondern auch tatsächlich eine Art Transportsystem darstellen werden. Die planaren Exploratoren erwarten eine mobile Basis, die (hoffentlich) die Annehmlichkeiten einer Taverne (Heilung, Verkäufer, Logout-Punkt) mit diversen weiteren Bequemlichkeiten vereinen wird (Auktionen? Bankfach? Post?). Entfällt damit das Rumlungern auf dem Marktplatz? Das Hin-und-her-joggen zwischen Bank, Auktionator und Briefkasten? Nun, Turbine wird sicher nicht komplett auf öffentliche Versammlungsplätze verzichten, denn diese sogenannten ‘Playerhubs’ vermitteln ein umfassendes Gemeinschaftsgefühl. Man trifft auch mal auf andere Charaktere und hängt nicht nur mit den Gildies rum. Man bekommt einen Eindruck von der restlichen Bevölkerung des Servers. In einem Spiel wie DDO, das ansonsten komplett instanziert abläuft, ist das eine wichtige Sache.

2010: Halb-Orks und Gildenhäuser für DDO.

Geschrieben am 17. März 2010 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene von Reaktorblock || Keine Kommentare

DDO ist einer der MMO-Gewinner des Jahres 2009. Seit man weiss, dass DDO die 1 Millionen Spieler Grenze durchbrochen hat (was immer das auch heisst in einem F2P Spiel), wartet die Community auf mehr Neuigkeiten über die Pläne für 2010. Wie geht es weiter?

Seit heute wissen wir mehr! Projektleiter (oder so…) Fernando Paiz hat einen Brief im Forum veröffentlicht, in dem er erklärt, was in diesem Jahr noch alles mit dem Spiel passieren soll:

- Neue Abenteuer. Klar, die sind ein wichtiges Element in der Verkaufsstrategie von DDO. Der erste neue Adventuer Pack befindet sich bereits auf dem Testserver Lamania. Und was man da in den Release Notes lesen kann, hört sich cooool an: House Deneith gegen eine Horde von Zombie-Piraten! From Dusk till Dawn à la DDO? Wir sind gespannt. Auf jeden Fall ist die hohe Frequenz, mit der inzwischen hochqualitative Abenteuer veröffentlicht werden, beeindruckend. Die Exploratoren brauchen dringend einen Account auf dem Testserver. Lechz!

- Mehr Items im DDO Store. Der Kleinkram scheint sich gut zu verkaufen. Kein Wunder, der Dreispitz-Präsidenten-Hut sieht auch verboten gut aus an unserem Warforged Charakter. Mehr Kosmetik-Items, die nur der Optik dienen, sind in Planung. Girl, I wanna take you to a gay bar!

- Achtung festhalten: Gilden-Status (pro Server) und Gildenhäuser. Ein Bereich, den DDO bisher sträflich vernachlässigte, wird jetzt endlich angepackt. Zu schön um wahr zu sein…

- Und nochmal Luft anhalten: Halb-Orks! Zwar erst gegen Ende des Jahres, aber, hey…Halb-Orks! Wir scheissen auf Charisma, Hurra!

- Neue Klassen? Leider ist die Antwort hier etwas dünn. Fernando lamentiert ein wenig über den schrecklichen Test- und Balancing-Aufwand. Dann lässt er durchblicken, dass es in der nächsten Zeit, also in 2010, neue Prestige-Enhancements für die bestehenden Klassen geben soll. Also ähnliches Stückwerk wie der nekromantische ‘Pale Master’, der nicht gerade reissenden Absatz findet. Ach ja, und Favored Soul und Barde als NPC-Klassen für den Rucksack. Die Exploratoren meinen: wenn schon neue Hirelinge, dann doch bitte endlich den Dieb.

- Verbesserungen, Verbesserungen, Verbesserungen. Hier bleibt man etwas nebulös. Sicher scheint aber eine Text-Suche im Auktionshaus. Puh, das war schon seit langem fällig…

- International. Nachdem man in den letzten Jahren den internationalen Vertrieb mehr oder weniger vor die Hunde hat gehen lassen (Japan dicht gemacht, Europa verblutet langsam), soll jetzt der neue Erfolg mit Karacho in die Welt getragen werden. Man darf gespannt sein. Auf die staubigen Codemasters-Server werden die Exploratoren auf keinen Fall zurück kehren…

Grundsätzlich sind das gute Nachrichten. Turbine scheffelt sich das Geld, dass jetzt frisch in die Kassen gespült wird, nicht in die Tasche, sondern investiert in kritische Bereiche. Besonders die Tatsache, dass auch kleinere Features nachgeliefert werden, wie etwa die lange fällige Verbesserung des Auktionshauses, zeigen, dass es Turbine – neben dem Geld – auch darauf ankommt, ein gutes Spiel abzuliefern. Was bleibt an offenen Fragen? Nun, die Exploratoren hätten gerne eine Äusserung zum Thema Level-Cap gesehen. Das D20 D&D Spiel endet auf Stufe 20, genau wie DDO. Aber da sich Statistik und Verwaltungsaufwand von PnP und MMO sehr unterscheiden, wäre es für DDO durchaus machbar ,die ‘natürliche’ Level-Grenze zu durchbrechen. Aber wohl nicht mehr in 2010…

DDO wird 4 und es regnet Looooot

Geschrieben am 19. Februar 2010 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene von Reaktorblock || Keine Kommentare

“Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert”, pflegte Hannibal vom A-Team zu sagen. Aus ähnlicher Sicht muss man die Ansprache von Producer Fernando Paiz zum 4. Geburtstag des Online Rollenspiels Dungeons & Dragons Online sehen. Obwohl Turbine noch keine definitiven Zahlen veröffentlicht hat, ist das respektvolle Gemurmel in der Szene gross und man merkt, dass dem Team die Sonne aus allen Löchern scheint. So ist es kein Wunder, dass zum 4. Geburtstag ordentlich aufgefahren wird: jede Menge Special-Events. Und für diejenigen, die teilnehmen und damit klar kommen: jede Menge derber Loot!

Zuerst waren da die Risia Ice Games, bei denen man ein paar recht skurrile Jump’N'Run Einlagen auf einer Eisbahn absolvieren musste um verschiedene Münzen aus der Luft zu fischen. Leider funktionierte die Super Mario-Anleihe für Spieler mit laggiger Internet-Verbindung mehr schlecht als recht. In den Foren ist die Stimmung entsprechend von himmelhoch jauchzend (über den Spezial-Loot, den es für die Münzen gibt), bis hin zu tiefster Depression derjenigen, die es eben nicht gebacken bekommen. Ein Effekt, den man als Game-Designer erwarten muss, wenn man sich mal eben, mir nichts, dir nichts, vom Kern-Gameplay (zielen, klicken, looten) verabschiedet. Aber was soll’s, es ist nur ein Event. Kommt bestenfalls zur nächsten Winter-Olympiade zurück und das sind dann ja noch ein paar Tage.

Rutsch, rutsch
Zauber, zauber, rutsch, rutsch. Lagg, lagg, jammer, jammer.

Aber Schwamm drüber, nun ist der nächste Teil des Geburtstags-Events da: Eier-Jagd im Marktviertel. Ganz ohne Eis und ohne heissen Kakao. Auch hier geht es ein bisschen um Geschicklichkeit, wenn man in 2 Minuten wirklich genug Eier sammeln will, um die maximale Belohnung raus zu holen. Entscheidend ist aber vor allem, das man sich einen guten Lauf-Kurs über den Marktsplatz zurecht legt, um möglichst wenig Zeit zu verschwenden. Ein Hast- und ein Jump-Zauber sind natürlich Pflicht.

Was aber vor allem überrascht, losgelöst von allem Neid-Genörgel der Planaren Exploratoren: Turbine wirft mit phattem Loot freimütigst um sich. Das ganze erstaunt um so mehr, da das neue Konzept von DDO ja darauf basiert, dass sich die Free2Play Spieler immer mal wieder im Turbine Shop mit Material eindecken und die eine oder andere Rasse und Klasse kaufen. Die Planaern Exploratoren vermuten: die Herren haben sich inzwischen recht genau angesehen, was in ihrem Shop geht und was nicht. Was man nicht verkaufen kann, kann man auch verschenken und hält so die Gratis-Spieler bei der Stange.

Abgesehen davon hat man wirklich das Gefühl, das das DDO-Team hoch zufrieden mit sich, dem Spiel und  vor allem den Spielern ist. Da will man sich ja auf keinen Fall lumpen lassen… Der genaue Geburtstag ist übrigens am 28.02. Und: vom 24. 02. bis 08.03. gibt es wieder den allseits beliebten 20% Boost auf gesammelte Erfahrungspunkte. Also wer damit jetzt nicht klar kommt, dem ist nicht zu helfen.

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