Red Fens. DDO, wie wir es lieben.

Geschrieben am 23. November 2010 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene von Reaktorblock || Keine Kommentare

Die planaren Exploratoren melden sich zurück. Während unserer 3 monatige Schweigeminute hat sich im MMO unserer Wahl viel getan. So viel, dass wir es unmöglich in einem Artikel zusammen fassen können. Wir konzentrieren uns auf das, was uns am besten gefallen hat: Update 6, die Red Fens. Auf Deutsch wahrscheinlich ‘Das rote Moor’. Oder so ähnlich…

Zu erst die schlechte Nachricht: der entsprechende Adventure Pack ist NICHT free to play, sondern muss im DDO Store für 450 Turbine Points käuflich erworben werden.VIP Spieler, haben (wie immer) freien Eintritt. Mit 450 Punkten liegt das Paket im mittleren Kostenbereich. Wenn man diese Punkte bummelig mit 5,00 € berechnet, bekommt man dafür ungefähr 2 Abende (6 Stunden) intensives Entertainment. Die meisten Spieler werden natürlich deutlich mehr Zeit in den Fens verbringen. Für Ruf & Punkte Farmer: das Paket besteht neben einem Außengebiet aus 4 kompletten Abenteuern und liefert dadurch eine ordentliche Favor-pro-Turbine-Punkte-Rate. Eine genauer Betrachtung dazu findet der geneigte Premium-Spieler übrigens in der DDO-Wiki-Übersicht aller käuflichen Adventure-Packs. Damit niemand die Katze (Favor-Punkte) im Sack erwerben muss!

Worum geht es in den Red Fens? Wie der Name schon andeutet, findet die Handlung in einem Sumpfgebiet statt. Hier erntet ein friedlicher Dunkel-Elfenstamm seit Jahrhunderten Schmuck-Perlen, die in den örtlichen Riesen-Muscheln gedeihen. Leider ist die schöne Zeit für die Peace-Elfen nun vorbei. Eine Horde Sahuagins (grüne Froschviecher) hat die Sümpfe überrannt, um den Weltmarkt für Sumpfperlen an sich zu reißen. Klar, nachdem die Sahuagins von den Spielern aus dem Korthos-Starter-Gebiet vertrieben wurden, mussten sie ja irgendwann wieder auftauchen.

Zu Beginn betreten die Exploratoren also erst mal das Flüchtlingscamp der Dunkelelfen und holen sich die Questen für die ersten 3 Abenteuer ab. Dann geht es flugs hinaus in den Sumpf. Die Reihenfolge , in der man die ersten drei Questen spielt ist übrigens egal. Aber erst wenn alle drei Aufgaben bewältigt wurden, darf man die Endqueste betreten. Auf dem Weg ins eigentliche Abenteuer, kann man, wie in allen DDO Außengebieten, die Slayer-, Entdecker und Rare-Encounter-Questen lösen. Die Gegner sind abwechslungsreich und dicht gesät, so dass man eine gute Chance hat, die 1.500 Kills in vertretbarer Zeit zu erreichen. Masochisten halten natürlich durch bis zur maximalen Grenze von 7.500 Kills.

Die Red Fens. Auf den ersten Blick recht pastoral. Warum auch nicht, DDO kann ein paar hübsche Landschaften durchaus vertragen :-)
Die Red Fens. Auf den ersten Blick recht pastoral. Warum auch nicht, DDO kann ein paar hübsche Landschaften durchaus vertragen :-)
Skurrile Viecher gibt es en masse! Hier kloppt sich unser Hireling mit einem wandelnden Komposthaufen. Das grüne Zeugs ist eine Art Säure-Explosion. Logisch, oder?
Skurrile Viecher gibt es en masse! Hier kloppt sich unser Hireling mit einem wandelnden Komposthaufen. Das grüne Zeugs ist eine Art Säure-Explosion. Logisch, oder?
Für Puristen gibt es noch den einen oder anderen Zombie. Die heißen hier Drowned (also Ertrunkene). Der Name deutet schon an: die Burschen sind feucht (!) und brennen deshalb schlecht. Feuerwand löst NICHT alle Probleme...
Für Puristen gibt es noch den einen oder anderen Zombie. Die heißen hier Drowned (also Ertrunkene). Der Name deutet schon an: die Burschen sind feucht (!) und brennen deshalb schlecht. Feuerwand löst NICHT alle Probleme…

Massenkeilerei: The Last Stand

Nachdem wir im Außengebiet ein paar wehrlose Monster geschändet haben, suchen wir uns das erste Abenteuer aus. Wir beginnen mit The Last Stand, denn es ist das kürzeste Abenteuer, das man hier bestehen kann. Auch die Aufgabe ist denkbar einfach: die Sahuagins haben ein Dorf überrannt. Die letzten Krieger der Dunkelelfen haben sich um ihren Dorfältesten herum versammelt und versuchen, die heranstürmenden Massen von Froschviechern aufzuhalten. Die Aufgabe der Spieler gilt als erfüllt, wenn sämtliche Angriffswellen nieder geknüppelt wurden UND der Dorfälteste bis zum Schluss überlebt hat. An dieser Stelle drei Exploratoren Tipps!

1. Falls ihr einen NPC Cleric dabei habt, könnt ihr ihm mit dem ‘protect’ Button befehlen, den Ältesten zu schützen. Das verschafft etwas Luft im Gefecht.

2. Obwohl wir eigentlich den Auftrag haben, das Dorf zu retten, sollte man – bevor man durch Ansprechen des Ältesten den Angriff auslöst – eine Runde im Dorf machen und alle Fässer zertrümmern. Anders ist es unmöglich, den beliebten Vandalen-Bonus einzufahren.

3. Im Kampf hilft (wie immer) Flächenschaden (Wall of Fire) und ein Intimi-Tank, der gezielt die Gegner vom Dorfältesten abzieht.

Eines haben die Eberron-Dunkel-Elfen mit ihren Standard D&D-Verwandten gemeinsam: vollkommen bescheuerte Namen.
Eines haben die Eberron-Dunkel-Elfen mit ihren Standard D&D-Verwandten gemeinsam: vollkommen bescheuerte Namen.
Im Kampf wird es schnell unübersichtlich. Besser man behält den Ältesten mit dem doofen Namen gut im Auge!
Im Kampf wird es schnell unübersichtlich. Besser, man behält den Ältesten mit dem doofen Namen gut im Auge!

Seltsamer Geschichtsunterricht: The Claw of Vulkoor

Bei diesem Abenteuer geht es um die Rolle, die die Dunkelelfen in der Geschichte von Eberron gespielt haben. In DDO verehren die Drow nämlich nicht Lolth die Spinnengöttin, sondern Vulkoor den Skorpiongott (der Unterschied ist nicht unbedingt groß…). Vulkoor hat seinen Lieblingen in der Stunde der Not ein Zeichen gesandt: die Klaue des (ratet mal) Vulkoor. Das ist nicht etwa etwas Nützliches wie zum Beispiel eine Anti-Frosch-Waffe, sondern eine große, grüne Warze. Und diese steht mitten im Herrschaftsgebiet der benachbarten Feuer-Riesen. Nun sind die Riesen (historisch betrachtet) aber die Erzfeinde der Dunkelelfen. Vor langer Zeit hatten sie das gesamte Volk der dunkelhäutigen Krabbelfreunde versklavt. Die Riesen haben also nicht die geringste Lust, die Elfen zu ihrem heiligen Dingens durch zu lassen, sondern möchten sie viel lieber zu Brei prügeln. An dieser Stelle kommen wir ins Spiel! Unser Job ist es, die Dunkelelfen unbeschadet durch das Gebiet der Riesen zu geleiten. Damit das Ganze möglichst skurril wird, werden die Elfen zu Beginn der Pilgerfahrt in eine Horde Skorpione verwandelt, die wir für den Rest des Abenteuers im Rucksack tragen müssen. Richtig gelesen.

Aber hey, es geht noch schräger: während der Reise krabbeln uns ständig hochheilige Wächter-Skorpione über den Weg. Die sollen wir eigentlich lieb haben, um die Extra-Aufgabe des Szenarios zu lösen. Das ist möglicherweise sogar machbar…wenn die Gruppe zu 100% aus Schleichi-Verstecki-Dieben besteht…die Exploratoren haben es jedenfalls vorgezogen, Riesen und Wächterskorpione auf Sicht anzugreifen, zu verprügeln und auf die Bonus-Punkte zu verzichten. Bemerkenswert ist dabei der seltsam jammernde Sprecher, der in die Rolle der Skorpione (in unserem Rucksack) schlüpft und alle 30 Sekunden weinerlich verkündet, dass uns einer der Wächterskorpione entdeckt hat, den man dann (leider, leider) platt hauen muss. Ansonsten ist das Abenteuer straight: Elfen zur Klaue bringen, alles auf dem Weg tot schlagen.

Dunkelelfen und Feuerriesen haben keine Diskussionskultur.
Dunkelelfen und Feuerriesen haben keine Diskussionskultur.
Die ekligen Viecher muss man aufklauben und im eigenen Rucksack verstauen. Damit sie einem für den Rest des Abenteuers das Ohr voll labern.
Die ekligen Viecher muss man aufklauben und im eigenen Rucksack verstauen. Damit sie einem für den Rest des Abenteuers das Ohr voll labern.
Heiliger Skorpion. Muss man lieb haben. Oder tot schlagen. Die Exploratoren entschieden sich für Letzteres.
Ein heiliger Skorpion! Ist der nicht süß? Den muss man doch ganz einfach lieb haben! Oder tot schlagen. Die Exploratoren entschieden sich für Letzteres.
Ein untoter Riese als optionaler Gegner. Sein fetter Schatz schließt es aus, das man friedlich an ihm vorbei zieht.
Ein untoter Riese als optionaler Gegner. Sein fetter Schatz (zu seinen Füssen!) schließt es aus, das man friedlich an ihm vorbei zieht.
Puh, geschafft. Lasst die Skorpione aus dem Sack und geniesst den Anblick der dicken, warzigen, super-heiligen Klaue. Religion ist toll!
Puh, geschafft. Lasst die Skorpione aus dem Sack und geniesst den Anblick der dicken, warzigen, super-heiligen Klaue.

Es geht noch schräger: Fathom the Deeps

Der dritte Dungeon, den wir in den Fens finden, ist eine alte Pyramide, die zuvor mit Wasser gefüllt war, dann aber zwischenzeitlich von den Sahuagins mit Hilfe von Magie wieder trocken gelegt wurde. Wozu der Hick-Hack? Um die armen Dunkelelfen nach einem verschollenen Artefakt buddeln zu lassen. Was man sofort ahnt: das Wasser muss wieder zurück in die Pyramide. Also auf jeden Fall Items zum Wasser atmen mit bringen, sonst wird es stressig.

Wenn das Wasser zurück gekehrt ist, verändert sich die gesamte Karte: Schätze, die bisher nicht erreichbar waren, können gelootet werden, harmlose Fallen werden scharf geschaltet und Wasserströmungen machen manchen Umweg nötig. Eine interessante Wendung im Plot des Abenteuers! Richtig cool ist vor allem der optionale Endgegner, der die geplünderten Schätze der Sahuagins bewacht: der fettestete Gelantinous Cubes, den DDO zu bieten hat. Der Bursche liefert einen veritablen Boss-Kampf, der nur mit Ausdauer und der richtigen Taktik zu schaffen ist. Auf jeden Fall ausprobieren! Allein die Zusatz-XPs sind die Mühe wert.

Ansonsten: das Abenteuer sieht wirklich fantastisch aus. Man läuft zwischen magischen Wasserwänden und bestaunt filigrane Korallentexturen. Licht und Optik sind vom Feinsten.

Wände aus Wasser. Cool.
Wände aus Wasser. Cool.
Wenn man diesen Schalter umlegt, kehrt das Wasser schlagartig zurück. Wer kein passendes Item dabei hat und es erst an dieser Stelle merkt, gehört aus der Gruppe geschmissen :-)
Wenn man diesen Schalter umlegt, kehrt das Wasser schlagartig zurück. Wer kein passendes Item dabei hat und es erst an dieser Stelle merkt, gehört aus der Gruppe geschmissen :-)
Nicht besonders schwierig: der erste Endgegner.
Nicht besonders schwierig: Mulnoc, der erste Endgegner.
Fieser, cooler und hat vieeel mehr Loot: der Cubespawn ist der optionale zweite Schlußkampf.
Fieser, cooler und hat vieeel mehr Loot: der Cubespawn ist der optionale zweite Schlußkampf.

Der Abschluss: Into the Deeps

Hat man alle 3 Vorquesten abgeschlossen, darf man Into the Deeps betreten. Hier erwartet uns eine der kreativsten Reisen die die MMO-Welt zu bieten hat. Die Exploratoren haben UO, EQ1, WOW, AoC und Tabula Rasa gespielt, die endlosen Single Player RPGs lassen wir mal beiseite. Wir sind felsenfest überzeugt: Into the Deeps ist ein verdammtes Meisterwerk. Ein wirklich spaciger Trip, der optisch kaum zu toppen ist.

Die Story hingegen ist nicht sonderlich aufregend: wir verbünden uns mit einer Gruppe von Sahuagin-Revoluzzern und tauchen (jawohl!) hinab in deren Unterwasserwelt. Hier gilt es, die degenerierte Priester-Schlampe zu killen, die sich den gesamten Plan ausgedacht hat. Und natürlich steht hinter der Priesterin ein noch fetterer, fieserer Gegner. Mehr wird nicht verraten.

Worüber die Exploratoren aber dringend berichten müssen, ist die unglaublich stimmige Unterwasserwelt. Im Gegensatz zu bisherigen Unterwasser-Reisen, schwimmt man bei Into the Deeps nicht frei umher, sondern wandelt auf dem Meeresgrund. Das hört sich zuerst mal nicht soooo cool an. Wenn man aber gesehen hat, wie die Turbine-Entwickler dieses Erlebnis umgesetzt haben, ist man schnell vom Gegenteil überzeugt. Ein sehr passender visueller Effekt, jede Menge Unterwasser-Texturen und schicke Objekte, wie z.B. leuchtende Pflanzen sorgen für den richtigen Abyss-Look. Doch damit gibt sich DDO nicht zufrieden: auch Physik & Magie wurden angepasst: laufende Charaktere stemmen sich gegen den Wasserwiderstand nach vorne, getötete Sahuagins sinken nicht zu Boden, sondern schweben dank ihrer Schwimmblase sanft nach oben. Feuerwände funktionieren natürlich gar nicht, normale Beschwörungssprüche versagen – bis man auf die Idee kommt, Kreaturen herbei zu rufen, die nicht aufs Atmen angewiesen sind. Und siehe da: ein Stein-Elementar leistet auch unter Wasser seinen Dienst ohne Murren. Auch am Ende von ‘Deeps’ erwartet uns ein optionaler Endgegner. Der ist -verglichen mit dem Cubespawn aus Fathom the Deeps –  eine wirklich harte Nuss, die deutlich über dem Challenge Rating des restlichen Abenteuers liegt. Die Exploratoren wünschen allen Kollegen viel Glück. Ihr werdet es brauchen ;-)


Architektur, Licht, Texturen, Effekte und Gameplay. Perfekt abgemixt und stimmig.
Architektur, Licht, Texturen, Effekte und Gameplay. Perfekt abgemixt und stimmig.
Ein simpler Trick: tote Sahuagins schweben sanft aus dem Bild nach oben. Soviel Liebe zum Detail findet man selten in MMOs.
Ein simpler aber effektvoller  Trick: tote Sahuagins schweben sanft aus dem Bild nach oben. Soviel Liebe zum Detail findet man selten in MMOs.
Der Weg zum optionalen Endgegner führt durch diesen endlosen Schacht. Wer jetzt ein komisches Gefühl hat, sollte darauf hören...und umkehren ;-)
Der Weg zum optionalen Endgegner führt durch diesen endlosen Schacht. Wer jetzt ein komisches Gefühl hat, sollte darauf hören…und umkehren ;-)
Die planaren Exploratoren hatten nicht auf ihr Bauchgefühl gehört.
Die planaren Exploratoren haben nicht auf ihr Bauchgefühl gehört.

Die Exploratoren sagen: unbedingt ansehen!

Wir haben es schon am Anfang erwähnt, die planaren Exploratoren halten den Red Fens Adventure Pack für ein Lehrstück über gelungenes Abenteuer-Design. Die Geschichte ist zwar nicht besonders originell, wird dafür aber mit perfektem Timing erzählt. Es geht langsam los, nimmt schnell an Fahrt auf und mündet in einem furiosen Finale. Was uns ebenfalls gefallen hat: der Aufbau der Abenteuer ist sehr modular. Man muss nicht jede Aufgabe lösen. Insbesondere die schweren Herausforderungen sind optional und können von schwachen Gruppen ignoriert werden. Vor allem aber lieben wir die Stimmung der Dungeons: es ist seltsam & anders in den Red Fens. Weird Fantasy ist der passende Ausdruck. So lieben wir unsere MMOs. Wer lieber trockene Kräuter am Wegesrand sammelt, bleibt besser zu Hause. Und spielt DSA ;-)

Hier noch die wichtigsten Links zu den Red Fens

Red Fens im DDO Wiki

Walkthrough Last Stand

Walkthrough The Claw of Volkoor

Walkthrough Fathom the Deeps

DDO: Gildenhäuser oder Luftschlösser?

Geschrieben am 31. März 2010 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene von Reaktorblock || Keine Kommentare

Die Gildenhäuser für DDO werden konkreter. Und interessanter. Auf dem PAX Gaming Event in Boston hat Fernando Paiz (Projektleiter DDO oder so…) gegenüber der Website ‘massively’ erklärt, dass sich die Spieler nicht mit normalen Gilden(reihen)häusern zufrieden geben müssen. Statt dessen planen die Entwickler bewegliche Gildenluftschiffe, die nicht nur als Versammlungspunkt für sporadische Gildentreffen dienen sollen, sondern auch tatsächlich eine Art Transportsystem darstellen werden. Die planaren Exploratoren erwarten eine mobile Basis, die (hoffentlich) die Annehmlichkeiten einer Taverne (Heilung, Verkäufer, Logout-Punkt) mit diversen weiteren Bequemlichkeiten vereinen wird (Auktionen? Bankfach? Post?). Entfällt damit das Rumlungern auf dem Marktplatz? Das Hin-und-her-joggen zwischen Bank, Auktionator und Briefkasten? Nun, Turbine wird sicher nicht komplett auf öffentliche Versammlungsplätze verzichten, denn diese sogenannten ‘Playerhubs’ vermitteln ein umfassendes Gemeinschaftsgefühl. Man trifft auch mal auf andere Charaktere und hängt nicht nur mit den Gildies rum. Man bekommt einen Eindruck von der restlichen Bevölkerung des Servers. In einem Spiel wie DDO, das ansonsten komplett instanziert abläuft, ist das eine wichtige Sache.

Das erste Content-Update für DDO: Eberron Unlimited ist auf dem Testserver.

Geschrieben am 12. Oktober 2009 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene von Reaktorblock || Keine Kommentare

Die langen Wartezeiten, an die sich DDO Spieler vor der Umstellung auf das F2P Modell gewöhnen mussten, scheinen Geschichte zu sein.  Turbine will seinen Ingame-Shop mit neuem Content füllen und sie füllen ihn schnell!  Am letzten Donnerstag (08.10.2009) wurde das erste Inhalte-Update auf den amrikanischen Testserver Lamannia aufgespielt und für die dortigen VIP (->ABO) Spieler frei geschaltet. Spieler, die bei DDO-Europa (Codemasters) angemeldet sind und die F2P-Crowd, müssen draussen bleiben. Haben wir etwas anderes erwartet? Ist der Papst katholisch? Hat ein D20 zwanzig Seiten?

Leider liegen die Patchnotes im zugangsgeschützten Testserver-Forum, in das nur besagte Ami-VIPs beschnüffeln dürfen. Aber Jerry von DDO-Cast hat es gewagt, sich den juristischen Haubitzen von Turbine entgegen zu stellen und die Notes einfach auf seinen DDO-Cast-Blog kopiert.  Falls es ihn erwischt, schreibt ihm bitte eine Mail in den Knast…Auch die planaren Exploratoren glauben an die totale Freiheit aller Informationen und werden deshalb die wichtigsten Neuerungen der Notes hier posten und kommentieren.



New Adventure Packs: The Path of Inspiration

When the Inspired from the distant city of Dar Qat offered to renovate Stormreach’s old Harbor they said they were interested only in trade and friendship.  But are the Inspired a dream come true or a sinister nightmare? Explore five new dungeons that will take you beneath the Harbor, to a savage island, and into your own mind as you track down the Inspired’s terrible secret. This level 17 to 19 adventure pack includes 5 hand-crafted adventures! Adventurers seeking to confront the Path of Inspirationshould visit the lower harbor district.

Tataaa! Neue Abenteuer. Fresh Meat! Klar, Turbines F2P Modell basiert darauf, die Dungeons/Instanzen als ‘Adventure Packs’ in ihrem Ingame-Shop zu verticken. Also müssen sie fleissig Dungeons basteln, sonst gibt’s nix zu verkaufen. Bemerkenswert: diese High-Level-Questen (Stufe 17-19) sind im guten alten Hafengebiet angesiedelt, das gleich mal optisch aufpoliert wurde. Und zwar von den gleichen mysteriösen Typen, um die es auch in der Quest geht: den ‘Inspired’. Der Hafen musste wirklich mal sauber gemacht werden.

Eberron-Freaks wissen natürlich woher der Wind weht: die ‘Inspired’ sind eine fiese Bande von PSI-Zauberern aus der Traum-Dimension. Man darf gespannt sein, wie weit Turbine hier gehen wird. Gibt es demnächst PSI-Fähigkeiten auch für Spieler? Oder ist die nächste PC-Klasse sogar der Psioniker? Und wenn ja, wie viele Ruf-Punkte (Favor) wird ein armer Euro-Spieler brauchen, um sie frei zu schalten? 5000? 10.000? 100.000?

It is now possible to change your character’s hair style thanks to the magic of hair style tonics! Whether you’re looking to make your hairshorter, longer, or specially styled, hair style tonics will changeyour character’s hair right in the game. Exclusive styles, found onlyin the DDO Store, are available for male and female characters.

Öhem… ja, neue Frisuren. Hurra. Jetzt kann man nicht nur färben, sondern auch Locken wickeln, glätten, legen und rasieren. Schön wäre es ja, wenn die Euro-Spieler überhaupt mal eine Möglichkeit bekommen würden, an ihren Chars rum zu fummeln. Denn das gesamte System läuft über den Turbine-Ingame-Shop. Und den gibts nur in Ami-Land. Seufz…

You may now unlock the ability to create a character who begins with 32ability points instead of 28 by earning 1750 favor or with TurbinePoints in the DDO Store! 32 Point Build Characters can be found in thePremium Items category of the DDO Store. You can now increase the size of your shared bank by 10 slots in theDDO Store! Extra shared bank space can be found under the Premium Itemscategory of the DDO Store.

32 Punkte-Charaktere und mehr Bank-Platz ist jetzt käuflich im Turbine-Shop. Blah. Gleiches Problem wie oben. Den haben wir nicht. Irgendwie war diese Entwicklung ja voraus zu sehen. Nebenbei: die Puristen, die der Meinung sind, dass man sich dicke Arme (32 Punkte Chars) nicht kaufen sondern nur via Ruf verdienen darf, werden sich vor Wut die Maus-Hand abhacken.

Running out of room for your Hireling contracts? Hireling Contracts Folders are now available for all your contract storage needs! These special containers come in multiple sizes and can hold contracts instacks based on the size of the folder. When you’re ready to use your hireling(s), pull out the contract from the folder and activate it. Once activated, a Hireling contract cannot be returned to the folder. You may move contracts in and out ofthe folder so long as they have not been activated. Contract folders are bound to character and able to be stored in your regular characterbank. To purchase Hireling Contracts Folders visit the Gear & Equipment category of the DDO Store.

Container für die Hirelings (‘Tagelöhner’  - oder wie auch immer die im deutschen DDO heissen). Schön, dass die Verträge nicht mehr das Inventory voll müllen. Unschön: nur im Turbine-Store. Langsam wird es traurig…

Ever wished you could run one of your favorite mid-game dungeons at a higher level, have it be challenging, and receive awesome loot for it? With Epic Dungeons, now you can! ForUpdate 1, the Demon Sands Adventure Pack has received the Epictreatment. Five adventures in the Menechtarun Desert (including the Queen Lailat raid) can now be played in Epic difficulty. Old favorite items that originated in these dungeons can beupgraded into powerful Epic versions by collecting rare scrolls, seals,and shards. Epic rewards can be further customized with Epic Augment Crystals, permanently adding new effects to your items. Epic dungeons and raids award special tokens that can be traded forAugment Crystals or True Reincarnation Tokens. See Misty in the Towerof the Twelve for more details! All members of the party must be 20th level to enter on Epic difficulty. This difficulty will only be unlocked if you have completed the dungeon/raid on Elite

Epischer Schwierigkeitsgrad für alte Dungeons. Klar, die Chars, die auf Level 20 angekommen sind, sollen was zu tun bekommen. Als Belohnung winken epische Erweiterungs-Kristalle, mit denen die vorhandene Ausrüstung gepimpt werden darf. Klingt etwas arg nach WOW-Item-grinden, aber wir verzeihen es Turbine gern, da wohl auch Euro-Spieler in den Genuss der Dinger kommen dürften. Hoffentlich.

The new Reincarnation system enables players to leverage their existing progress with one of their current characters in the game and allows players to revisit certain decisions made in that characters advancement or to create an all-new more powerful hero. All Reincarnated characters will retain the name and items from previous character incarnation.

True Reincarnation

A true reincarnation lets the player recreate a more powerful characterand change anything about them (except for the name and gender), including their class and race. Tapping into memories of their formerselves, true reincarnated characters will receive additional buildpoints to spend in character generation as well as unique bonuses in the form of access to Past Life Feats. Each True generation will also be physically larger than previous generations (you’re welcome Halflings!). True reincarnation allows players to relive their journey through Stormreach. Characters will keep no experience or favor upon creation, will start at level 1, and require more experience to progress through each level. True reincarnation grants 2 bonus buildpoints for every true reincarnation, and are always base 32 point, evenif the character was initially created as a 28 point.

Lesser Reincarnation

A character that undergoes Lesser Reincarnation retains their race, gender, alignment, and the class they selected at level one. They are permitted to re-spend their ability points, change their featselection, re-allocate skill points, spells, etc., or are free to select a path. Unlike True Reincarnation, characters will retain all favor and experience, but reincarnate with the same number of buildpoints of the current incarnation and must train the exact level progression of the old character.

Greater reincarnation

Greater reincarnation has the same benefits as Lesser Reincarnation, and additionally will upgrade a 28 point (non-drow) character into a 32point build character.

How To Reincarnate

In order to reincarnate, you’ll need to speak with Kruz the Reincarnation trainer in House Jorasco. He can be found at the top ofthe stairs in the south west garden. Kruz requires an item known as a”heart of wood” in order to reincarnate you. Hearts of wood can bepurchased in the DDO Store. True Hearts of Wood for True Reincarnationcan also be earned by trading Epic quest tokens for a True Heart ofwood.

Reincarnation=kompletter Respec & Reskill! Huch! Einer der ältesten Kritikpunkte an DDO wurde angegangen.

Im Prinzip ist es mit diesem System möglich einen Char bis auf den Namen und das Geschlecht neu aufzubauen. Man kann ganz von vorne anfangen (true reincarnation) oder man behält den Level und baut sich die Stufen, Feats, Skills etc. neu zusammen. Das schockt. Das System ist für DDO besonders wichtig, weil es aufgrund des ultra-komplexen D&D Klassensystems sehr schnell mal passiert ist, dass man aus Neugierde auf einem vollverskillten Dilletanten sitzen bleibt. Wir sprechen aus Erfahrung. Leider, leider, leider: auch hier muss man erstmal im Turbine-Store shoppen, bevor man das neue Leben beginnen kann. Alternativ kann man auch den Loot aus den neuen epischen Instanzen (siehe oben) dafür tauschen. Für die Top-Level-Gamer also ein Hoffnungs-Schimmer. Wie man mit einem verskillten Char dahin kommen soll, ist uns zwar ein Rätsel…

Do you enjoy making new characters, but tire of running the low-levelcontent over and over again? If so, you’ll love Veteran Status! Players will be able to unlock the ability to create veteran characters which enter the game at level four. Veteran Status Characters will enter directly to the Marketplace rather than playing through the Korthos experience. Players must achieve 1000 favor to receive Veteran Status and speakwith the Drow Elder, Nyx Durandimion. Alternatively, in lieu of favor,Veteran Status may be purchased in the DDO Store as long as you have alevel 4 (or higher) character.

Und es wird der Veteranen-Status eingeführt. Veteranen beginnen bereits auf Level 4 und müssen nicht durch die Tretmühlen der immer gleichen Start-Dungeons. Todesritter light, sozusagen. Und ihr ahnt es: Veteranen-Status kann man kaufen (etwas widersinnig…) im Turbine-Shop. Allerdings bekommt man die Lorbeeren auch für 1000 Favor Punkte, was sogar machbar ist, wenn man sich ran hält.

Die restlichen Änderungen sind Bugfixes und Kleinkram. Was soll man von dem Update halten? Es ist nicht so fett, wie Modul 9, das DDO komplett umkrempelte. Das war allerdings auch nicht zu erwarten. Schön ist, das Turbine mehr echten ‘Eberron’-Content veröffentlicht. Die neuen ‘Inspired’-Questen sind offensichtlich weit ab vom genre-typischen Orks & Trolle zerschnetzeln. Das ist mutig und notwendig, um DDO’s eigenen Stil zu festigen. Freuen darf man sich auch über den renovierten Hafen.

Schade ist, dass sämtliche anderen Gameplay-Erweiterungen (fast) nur über den Turbine-Shop zu bekommen sind. Aus der Sicht des Herstellers ist das sicherlich sinnvoll. Für die Euro-Spieler ist es leider ein Epic-Fail. Naja, immerhin erhöht es den Druck auf Codemasters, das F2P System zu übernehmen. Sonst müssen die wohl damit rechnen, ihr MMO demnächst allein zu spielen…

Zum Abschluss noch ein paar feine Screenshots die Jerry (ddocast.com) vom neuen Hafengebiet geschossen hat.

Hafen im Dunkeln und mit neuen Blümchen.

Kein Witz, sondern das neue Brokkoli-Emote. Also doch ein Witz.

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