Die explorativen TOP 5 von 2010: Platz 1 (endlich)

Geschrieben am 9. Januar 2011 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene, RPG von Reaktorblock || Keine Kommentare

Oops, das neue Jahr ist schon 10 Tage alt. Höchste Zeit die explorativen Top5 zu Ende zu bringen. Bevor es 2012 ist.
Unser Top1 ist das MMO mit dem Monsternamen Dungeons & Dragons Online: Eberron Unlimited. Die Entscheidung fällt uns leicht, da wir in 2010 ohne Zweifel die meiste Spielzeit in DDO verbracht haben. Da das Spiel hier in Deutschland komplett ignoriert wird (abgesehen von skurrilen Blogs wie diesem hier), erklären wir euch gerne, was wir an DDO so schätzen…

1. DDO wird gepflegt. DDO wird sogar besser gepflegt als alle anderen MMOs, die uns bekannt sind. Wären MMOs Frisuren, wäre DDO der Kopf von Beyonce Knowles.  Turbine, der Hersteller, des von uns ach so verehrten Spieles, hat allein im Jahr 2010 sechs Updates für das Spiel veröffentlicht. Unter anderem wurde ein komplettes Gildensystem und zwei neue Rassen hinzugefügt. Frische Inhalte sind bei DDO selbstverständlich.

Diese niedliche Hexe gehört zum neuen Inhalte-Paket "Attack on Stormreach". Auch sie ist der Meinung: frischer Content ist immer eine gute Idee!
Diese niedliche Hexe gehört zum neuen Inhalte-Paket “Attack on Stormreach”. Auch sie ist der Meinung: frischer Content ist immer eine gute Idee!

2. DDO ist innovativ. Manchmal könnte man glauben, dass DDO für Turbine eine Art Labor ist, in dem skurille Ideen getestet werden, bevor sie auf LOTRO los gelassen werden. Dazu zählt der gewagte Schritt zum Free-to-Play Modell, die DX11 Unterstützung, aber auch die ungewöhnliche Fantasy Welt Eberron. DDO versucht immer wieder anders zu sein. Und meistens funktioniert das ziemlich gut. Übrigens sind wir nicht alleine mit dieser Meinung ;-)

3. DDO ist das Paradies für Twinker. Die verschiedenen Klassen spielen sich alle extrem unterschiedlich. Was übrigens daran liegt, dass DDO kein Klassen-Balancing benötigt, da es auf PvP verzichtet. Die Basis der elf Charakter-Klassen geht weit über das Tank, Heiler, Damage-Schema der Konkurrenz hinaus. Hinzu kommen sieben Rassen, mit denen die Klassen kombinierbar sind. Für echte Twinkaholics bietet sich noch die Möglichkeit, jede Klasse mit zwei weiteren zu Multi-Klassen-Chars zu verschmelzen. Aber auch das ist noch nicht genug: jede Basis-Klasse hat bis zu drei Spezialisierungen, die praktisch wieder eine eigene Sub-Klasse bilden.

4. DDO ist D&D. Das Spiel hat keinen Ideen-Diebstahl oder irgendeine Form von Plagiat nötig. Es basiert auf dem ursprünglichen und ersten Pen-and-Paper Rollenspiel Dungeons&Dragons, das in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Gary Gygax & Dave Arneson entwickelt wurde. Seit dieser Zeit liefert D&D einen immensen Berg von Ideen, Welten und Geschichten. DDO nimmt diese Herkunft ernst, aber fügt auch ständig neue Dinge hinzu. Dieses ist der wahre Geist von RPGs. Und davor ziehen wir unseren Hut (meistens ist das übrigens ein Dreispitz.)

Oger Kapitän mit Dreispitz
Ein Oger-Piraten-Kapitän mit stilsicherem Hut. Fantasy ist Fantasy, wenn sie mit Phantasie (und Liebe) gemacht wird.

5. Olli’s Axt. Olli’s Axt? Genau: Olli’s Axt! Was soll das heissen? Das heisst, dass DDO ein extrem ausgefeiltes Item-System hat, welches das oben erwähnte Charakter-System super ergänzt. Olli’s Axt ist nämlich eine Waffe, die wir irgendwann, so gegen Stufe 12 herum, von einem Mitglied der Exploratoren (-> Olli) geschenkt bekommen haben. Das gute Stück war ein Glücksfund im Auktionshaus, der anschliessend durch Crafting doppelt verzaubert wurde. Inzwischen spielen wir auf Stufe 18 und die Axt ist immer noch unserer Hauptwaffe. Man kann sicher sein, dass diese Axt auch auf Stufe 20 (Endgame) noch extrem nützlich sein wird.  Sie mag hier als Beispiel dienen für das robusteste, komplexeste und coolste Ausrüstungs-System, das wir kennen.

Rosti auf dem Schiff
Der Exploratoren-Char ‘Rostfreier Federstahl’ auf unserem Gildenschiff. Mit Dreispitz. Und natürlich mit Olli’s Axt.

Aber trotz allen Lobgesanges glauben wir nicht daran, dass DDO auch die 2011er Top5 anführen wird. Inzwischen sind wir seit über 2 Jahren mit dem Spiel beschäftigt. Das ist die längste Zeitspanne, die uns irgendein Computerspiel je gebunden hat. Selbst Space Invaders (Atari2600) und Master of Orion II konnten uns nicht so langfristig fesseln. Die meisten Dungeons haben wir gespielt – und zwar X-mal. In nicht allzu ferner Zukunft werden wir unser Abo auslaufen lassen und das Spiel auf free-to-play umstellen. Und sollte wieder mal interessanter Content veröffentlicht werden, können wir uns den in aller Ruhe Stück für Stück im DDO-Store kaufen. Und auch das lieben wir an DDO: wenn man seine Ruhe haben will, kann man jederzeit gehen.

Wer es ausprobieren will, klickt hier ;-)

Der Siegeszug der Free to Play Spiele

Geschrieben am 6. Juni 2010 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene, Netzkultur, RPG, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Herr der Ringe Online wird Free to Play. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Bei DDO hat das in Deutschland noch niemanden so richtig interessiert, was vielleicht daran liegt, dass Turbine nie viel Geld für Werbung für das Spiel in Magazinen oder Websites ausgegeben hat. Und letztendlich schreiben die kommerziellen Seiten hauptsächlich über Projekte, von denen sie ein finanzielles Feedback in Form von Werbeschaltungen erwarten. Man muss aber auch zugeben, dass es Dungeons & Dragons selbst als Pen & Paper-Version in Good old Germany immer schwer gehabt hat. Im Zweifelsfall heisst der RPG Platzhirsch immer Schwarzes Auge.

Gollum freut sich: den Einen Ring gibt es demnächst im Item-Shop.
Gollum freut sich: den Einen Ring gibt es demnächst im Item-Shop.

Nun aber Herr der Ringe. Das MMO zum zweit-erfolgreichsten Roman aller Zeiten (erster ist Dickens  ‘A Tale of Two Cities’). Da rauscht es auch im deutschen Gaming-Blätterwald und die Foren kochen über mit hassgeschwängerten  Diskussionen à la ‘Nun ist die Scheisse im Ventilator’ oder ‘Hilfe die Free To Play-Kacknoobs kommen…’

Was für ein Schwachsinn. Die planaren Exploratoren gehören ja nicht zu den Typen, die ständig erwähnen: haben wir euch doch gleich gesagt…aber nun muss es sein. Seit der Wechsel von DDO zum Free to Play Modell angekündigt wurde, haben wir uns intensiv mit dem Thema beschäftigt. Und allen RPG-Hardcore-Niemals-OOC-Gamern, die jetzt das Panik-P auf der Stirn haben, sagen wir: bleibt mal locker, Jungens ! ! ! Es wird gut werden. Bestimmt. HdR bekommt endlich die Spielerzahl, die dieses (sicher tolle) Spiel verdient. Und wenn ein paar Kids dabei sind, die ihren ersten Ork im Leben am Briefkasten von Orgrimmar gesehen haben, was soll’s?  Dafür hat euch Turbine die Ignore-Liste gegeben.

Wir spielen seit 1,5 Jahren Dungeons & Dragons Online (DDO). Zuerst in Europa via Codemasters. Dann bei Turbine selber. Codemasters hat seinerzeit NICHTS für das Spiel getan und hinkt Lichtjahre hinter dem aktuellen US-Patchlevel hinterher. Das mag dem miesen Einfluss von Atari zu schulden sein – ist aber so. Wir sind nach dem F2P Launch zu Turbine gewechselt und haben sofort VIP-Abos abgeschlossen, weil wir Vielspieler sind. Glaubt uns: das Free to Play hat das Spiel meilenweit nach vorne gebracht. Es wird extrem regelmässig gepatcht, wobei alle Kundengruppen (free, abo, casual, heavy, stupid) gut bedient werden. Die Community ist jetzt riesengross, also sucht man sich Leute, die zu einem passen und ist nicht gezwungen mit seltsamen Subjekten in einer Mini-Bevölkerung zusammen rum zu laufen.

Der Umstieg von Turbine war bei DDO ein super Erfolg, auch in finanzieller Hinsicht. Und Turbine hat genug Mumm um diesen Erfolg in Form von Pflege und Updates an die Spieler zurück zu geben. So gesehen war der Schritt, auch HdRO ins Free 2 Play Modell zu übertragen, sehr nahe liegend. Wir freuen uns für Spiel und Spieler.

Für MMO ist F2P, wenn es richtig gemacht wird, ein prima Modell. Vielleicht kann man es ähnlich sehen wie TV (gratis) und Kino (Pay per View). Die Rolle des Kinos wird immer mehr von kurzen, effektvollen und teuren Boxed-Games ausgefüllt. MMOs gehen immer mehr in die werbefinanzierte Ecke der TV-Sender. Wir werden Zeuge der Geburt einer ganz neuen Form von Entertainment, die zu Zeit aus extrem vielen Richtungen, wie zum Beispiel den Facebook-Games, beeinflusst wird. Schauen wir zu und staunen. Wer war eigentlich Blizzard?

Richard Garriott über MMOs

Geschrieben am 20. Mai 2010 in MMO-Szene, Netzkultur, RPG, Sonstiges, Tabula Rasa von Reaktorblock || Keine Kommentare

Im aktuellen Podcast von Massively.com (die Nummer 100) interviewt Shawn Shuster die Gamer-Legende Richard Garriott. Wie zu erwarten sind die rund 60 Minuten der Audio-Datei prall gefüllt mit netten Ankedoten und erstaunlichen Einsichten in das Spiele-Biz. Unter anderem gibt es ein paar nebulöse Ankündigungen zu seinen neuen nicht-ganz-so-casual Casual-Game-Projekten. Wenn man sich ein bisschen für Games und deren Geschichte interessiert, ist der cast ein absolutes ‘must-hear’. Garriotts Intelligenz, Verschrobenheit und Arroganz sind einfach immer wieder unterhaltsam.  Gut ihn (wieder) auf der Erde zu haben…

Irgendwie wäre es den Exploratoren ja lieber gewesen, er hätte sich um Tabula Rasa gekümmert. Aber, was soll's...Piloten is nix verboten...
Irgendwie wäre es den Exploratoren ja lieber gewesen, er hätte sich um Tabula Rasa gekümmert. Aber, was soll’s…Piloten is nix verboten…

Tipps für Tabula Rasa Fans:

Frustkompensation



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