Die DDO-Tipps der Exploratoren. Teil 1: Grundlagen.

Geschrieben am 7. November 2011 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene, RPG von Reaktorblock || 1 Kommentar

Die planaren Exploratoren spielen seit 2008 das MMO Dungeon & Dragons Online: Eberron Unlimited (lieber kurz: DDO). In dieser langen Zeit (gefühlt 10 Jahre) haben wir einiges mit dem Spiel erlebt: zahlreiche neue Updates, den Wechsel auf Free to Play, den Streit zwischen Turbine, Atari und Codemasters und die Eröffnung des deutschen Servers. Über all das haben wir Tonnen von Text hier auf unserer Website verbreitet. Von einer Sache haben wir aber bisher die Finger gelassen: Tipps & Tricks. Das soll sich ändern! Denn DDO ist zwar Action-basiert und bunt – aber leider kein bisschen einfach. Die Umsetzung der Dungeons & Dragons 3.5 Pen’n'Paper Regeln ist (unserer Meinung nach) toll gelungen; aber sie ist hoch komplex. Und auch die Struktur des Free to Play Modells ist nicht gerade durchsichtig. Es gibt also eine paar Dinge, die man wissen sollte, bevor man sich einen Account anlegt. Wir beginnen deshalb unserer Tipps & Tricks Reihe mit den Grundlagen… was für ein Spiel ist DDO eigentlich?


Dungeons & Dragons Online ist kein WOW.

Spieler, die eine preiswerte Abwechslung von Blizzards Mega Seller MMO suchen, sind bei DDO herzlich willkomen. Man sollte aber wissen, dass sich das Spiel sehr stark vom klassischen Erfolgsmodell unterscheidet. Erstens: DDO ist instanziert. Die Dungeons und Aussengebiete, in denen die Abenteuer statt finden, sind alle über die zentrale Stadt ‘Stormreach’ erreichbar. Hier kann man dann auch andere Spieler treffen. In den Dungeons ist man aber alleine, mit einer sechs Mann-Gruppe oder mit einem Raid unterwegs. Das Fehlen einer großen, verbundenen Spielwelt ist zwar schade, dafür erlaubt es aber einen aufwendigeren grafischen Look. Vor allem die hochauflösenden Texturen sehen (auch heute, 5 Jahre nach dem Launch von DDO) noch klasse aus. Und man sollte sich nicht täuschen: das Spiel ist riesig, denn es wurden kontinuierlich Dungeons, Aussengebiete und auch neue Stadtteile von den Entwicklern hinzugefügt. Für Weltenentdecker gibt es auf jeden Fall genug zu tun. Nicht umsonst kleben die planaren Exploratoren seit 3 Jahren an dem Spiel.

DDO hat einen eigenen Grafik-Stil. Die Engine benutzt hoch aufgelöste Texturen, Wetter und sogar ein paar nette DX11 Effekte.

Dungeons & Dragons Online ist keine Standard-Kost.

Dungeons & Dragons Online basiert auf dem klassischen Pen’n'Paper System D&D. Im Unterschied zu vielen anderen D&D-Computerspielen greift es aber nicht auf die beliebte Spielwelt der ‘Vergessenen Reiche’ (Forgotten Realms) zurück. Also kein Neverwinter, Tiefwasser, Drizzt Do’urden und kein Elminster. Statt dessen erkundet man die recht ungewöhnliche Welt Eberron. Auch hier trifft man die genre-üblichen Elfen, Zwerge, Halblinge (keine Hobbits!) und Orks. Die Welt fühlt sich aber bedeutend moderner an! Magie kommt in Eberron als konsequenter Ersatz zur Technik zum Einsatz. Beispiele hierfür sind die Luftschiffe, die mit Hilfe von Elementar-Energie angetrieben werden, oder die roboterartigen Kriegsgeschmiedeten (Warforged), die als Spielerrasse gewählt werden können. DDO bekommt dadurch einen deutlichen Steampunk-Touch.

Fast ein T1000. Die Warforged (deutsch: Kriegsgeschmiedeten) vermitteln gut das leichte Steampunkt-Feeling der Spielwelt Eberron.
Fast ein T1000. Die Warforged (deutsch: Kriegsgeschmiedeten) vermitteln gut das leichte Steampunkt-Feeling der Spielwelt Eberron.

Dungeons & Dragons Online ist schnell.

DDO bietet zwar eine Auto-Attack-Funktion, aber die nützt nicht viel. Die Kämpfe des Spieles sind nämlich stark Action-lastig. Zuschlagen geht nur, wenn man in Reichweite ist. Man kann springen, klettern, ausweichen, den Gegner einkesseln und hinter einer Ecke in Deckung gehen, denn Geschosse und Zauber treffen nur, wenn eine Sichtlinie besteht. Das Spiel ist zwar kein Shooter-MMO, bietet aber ein willkommene Abwechslung zum langweiligen Timer-starren-Button-klicken der restlichen Spiele am Markt. Ein weiterer wichtiger Unterschied zur Standard MMO-Suppe: es gibt keine automatische Heilung. Die Trefferpunkte- und Mana-Balken füllen sich nur durch Magie oder durch Pausen an den sparsam verteilten Rast-Schreinen (rest-shrines). Der Schwierigkeitsgrad und der taktische Anspruch des Spieles liegt deswegen im Vergleich mit anderen MMOs recht hoch! Vielleicht hat das Spiel auch deswegen den Ruf, nicht gerade solo-freundlich zu sein. In der Tat ist es so, dass man in der unteren Leveln des Spieles als Einzelspieler noch recht gut klar kommt. Spätestens ab Stufe 10 wird das aber zunehmend schwerer. Am besten spielt sich DDO mit einer 4 Mann Gruppe. Wenn man dabei alle Basisklassen (Krieger, Magier, Kleriker, Schurke) abgedeckt hat, kommt man fast überall gut durch. Für leere Plätze in der 6 Mann Gruppe stehen noch die Mietlinge (Hirelings) zur Verfügung. Die sind allerdings wegen ihrer eingeschränkten (–> doofen) KI nur sehr begrenzt einsetzbar. Ach ja, auch das stereotypische Monster-Grinden fällt in DDO flach. Erfahrungspunkte bekommt man in erster Linie nur für komplett abgeschlossene Abenteuer.

Die Kämpfe in DDO sind schnell und mit viel Bewegung verbunden. Da wird es leicht mal unübersichtlich...
Die Kämpfe in DDO sind schnell und mit viel Bewegung verbunden. Da wird es leicht mal unübersichtlich…

Dungeons & Dragons Online ist ein echtes Free to Play Spiel.

Gar kein kein Abo? Blödsinn! Natürlich kann man auch in Dungeons & Dragons Online ein (recht günstiges) Abo abschliessen. In diesem Fall steht einem praktisch das komplette Spiel offen und man erhält eine monatliches ‘Taschengeld’  in Form von Gratis-Turbine-Punkten, die man im Turbine-Shop für virtuelle Güter verprassen kann. Selbst wenn man das Abo wieder kündigt, bleiben diese Punkte erhalten. Das Abo ist natürlich in erster Linie sinnvoll für Spieler, die DDO als Full-time MMO angehen. Wer gezielt bis Stufe 20 vorstoßen möchte, wer möglichst viele der abgefahrenen Abenteuer spielen möchte, sollte hier zuschlagen. Durch die 500 monatlichen Gratis-Punkte sammelt man schnell genug ‘Vermögen’ an, um sich wirklich interessante Komfort-Funktionen zuzulegen. Wir werden das in einem späteren Artikel genauer betrachten. Wichtig: alle Upgrades wie neue Rassen oder Klassen, die man erwirbt, sind automatisch auf allen Servern frei geschaltet. Wer das Spiel nur nebenher spielt, oder mal rein schnuppern möchte, braucht weder das Abo, noch den Turbine Shop. DDO ist rein theoretisch komplett gratis (durch-)spielbar, denn es gibt kostenlose Inhalte (Abenteuer) auf fast allen Stufen. In diesem Fall ist man allerdings gezwungen, die freien Inhalte mehrmals durchzuspielen um auf diese Weise XPs zu grinden (also doch grinden…).

Der Turbine-Store. DDO finanziert sich vor allem durch den Verkauf der einzelnen Abenteuer-Instanzen. Die Preise reichen dabei von ca. 2,00 € bis hoch zu 15,00 € für sehr große Inhalte-Pakete.
Der Turbine-Store. DDO finanziert sich vor allem durch den Verkauf der einzelnen Abenteuer-Instanzen. Die Preise reichen dabei von ca. 2,00 € bis hoch zu 15,00 € für sehr große Inhalte-Pakete.

Dungeons & Dragons Online ist cool, weil es Dungeons & Dragons ist.

Das Spiel basiert auf dem ältesten Rollenspiel der Welt. Fast alles, was man in irgend einem X-beliebigen Fantasy (-Computer) Spiel findet, stammt aus Dungeons & Dragons. Das sich natürlich seinerzeit grosszügig bei Buch-Vorlagen wie dem Herrn der Ringe bedient hat. Trotzdem bietet das Spiel noch eine Menge Dinge, die man noch nicht überall gesehen hat. Dazu zählen unter anderem eine extrem bunte & kreative Sammlung von Monstern, Tonnen von Zaubersprüchen, ungewöhnliche Charakterklassen und skurrile Schauplätze wie die alternativen Existenzebenen voller Engel, Teufel & Dämonen. Wer in diesem Spiel nur in den Wald geht, um Orks zu erschlagen, hat selber Schuld – es gibt extrem viel zu entdecken. Dazu passt übrigens sehr gut die Art der Präsentation: die Grafik ist bunt, aber nicht knallig. Besonder die Monstermodelle sind Hingucker. Etwas ganz besonderes ist übrigens die Dungeon-Master Voice: an bestimmten Abschnitten kommentiert ein Sprecher aus dem Off  die Handlung in der Art eines Pen’n'Paper Spielleiters. Ach ja…. die deutsche Übersetzung ist übrigens eher amüsant als gelungen. Das Spiel sollte, wenn es geht, in Englisch gespielt werden. Die Umstellung ist kinderleicht, nicht verbunden mit irgend einer Form der Zensur und lässt sich jederzeit schnell rückgängig machen.

Sie können die Sprache, in der Sie DDO spielen möchten, jederzeit mit einem Klick im Launcher wechseln. Wir empfehlen trotz allem Englisch.
Sie können die Sprache, in der Sie DDO spielen möchten, jederzeit mit einem Klick im Launcher wechseln. Wir empfehlen trotz allem Englisch.

Damit ist eigentlich das Wichtigste gesagt. DDO ist nicht für jeden – und das ist gut so! Die planaren Exploratoren werden nun in den kommenden Wochen auf die Details des Spieles näher eingehen. Welche Charaktere sollte man als Anfänger nehmen? Was muss ich als Solo-Spieler in DDO beachten? Wie funktioniert das komplexe Item-System? Welche Abenteuer lohnen sich als Kauf im Turbine-Store? Bleiben Sie dran, wir bleiben es auch ;-)

Und falls Sie Lust bekommen haben, dass Spiel mal auszuprobieren: hier gehts zur DDO-Homepage!

Seltsame Orte, skurille Monster. Hier ein Blick in den berühmten vertikalen Dungeon 'The Pit', der auch von alten DDO-Hasen immer noch als echte Herausforderungen angesehen wird.
Seltsame Orte, skurille Monster. Hier ein Blick in den berühmten vertikalen Dungeon ‘The Pit’, der auch von alten DDO-Hasen immer noch als echte Herausforderungen angesehen wird.

Mythos. Entzaubert.

Geschrieben am 13. April 2011 in MMO-Szene, RPG von Reaktorblock || 1 Kommentar

Mythos. Das Spiel hat eine Geschichte. Erst war es das Edel-Diablo vom Diablo-Super-Designer Bill Roper. Eigentlich nur ein Abfallprodukt seiner Firma Flagship Studios, dass als Netzwerktest für das Hauptprojekt Hellgate: London dienen sollte. Da es aber alle soooo cool fanden, machte man kurzerhand ein komplettes Spiel draus. Aber schließlich endete alles mit einem grossen Knall. Hellgate: London wurde von der Kritik verrissen, die Flagship Studios gingen den Bach runter und das kleine, schnucklige Mythos wurde von einer koreanischen MMO-Grinder-Schmiede (Hanbit Soft) aus der Konkursmasse raus gekauft. Danach folgten eine lange Odyssee, bis das Spiel schliesslich von der deutschen Firma Frogster für den Euro-Markt lizensiert wurde. Die planaren Exploratoren haben sich in die Beta gewagt. Einen Diablo-Clone spielen wir ganz gerne mal (zwischendurch). Und ein Spiel mit so einer bewegten Historie müssen wir uns einfach ansehen.

Keine Elfen, keine Zwerge, keine Zauberer mit doofen Hüten. Dafür unser Satyr, der sich mit der Schrotflinte durch die Level ballert. Soweit Ok.

Zuerst sollte klar sein: das Spiel ist nicht neu. Die geplante Veröffentlichung von Mythos wäre wahrscheinlich irgendwann 2008 gewesen. Das sieht man leider auf den ersten Blick. Die Modelle und Charactere sind in niedlichem Comic-Stil mit viel Manga-Anleihen, hauen aber niemanden vom Hocker. Die Texturen sind nett aber ziemlich grob aufgelöst. Also: Design ist ok. Technik ist naja. Aber wie sieht der Rest aus?

Irgendwie hatten wir erwartet, dass die Zeit, die Mythos auf dem Buckel hat, genutzt wurde, um ein wirklich rundes Spiel draus zu machen. Leider Fehlanzeige. Das Game hat zahlreiche Ecken und Kanten. Nach der Installation bestätigt man zum Beispiel einen Nutzungsvertrag mit den bereits erwähnten Flagship Studios. Leider sind die schon seit drei Jahren pleite. Siehe oben. Das hat zwar nichts mit dem Spielspass zu tun, vermittelt uns aber das Gefühl, dass wir es hier mit ungeliebtem Softwareschrott zu tun zu haben. Offensichtlich hatte niemand bei Hanbit oder Frogster in den letzten zwei Jahren Zeit, diesen vollkommen nutzlosen Textfetzen zu entfernen oder upzudaten. Auch ingame tauchen englische Texte auf, die nicht auf die Buttons passen oder Rechtschreibfehler enthalten. Ok, drücken wir mal beide Augen zu. Mythos ist ja schließlich noch in der Beta.

Man merkt schon, die Exploratoren waren nicht wirklich begeistert. Am meisten hat uns das chaotische Interface genervt. Sobald man Menüs wie den Charakterbogen oder das Inventory anklickt, schieben sich fette schwarze Felder von rechts ins Bild und quetschen den Sichtbereich zusammen. Unnötige Informationen wie die Minimap oder die Questliste werden dabei aber nicht ausgeblendet, sondern schieben sich über den letzten offenen Sichtbereich und machen so das Chaos perfekt.

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Listen, Karten, Klötzchen und viele leere schwarze Flächen. Wer hat sich das ausgedacht? Im Ernst liebe Frogsters: wozu brauche ich eine Minimap, wenn ich in mein Inventory gucken will?

Ebenfalls unschön: die Soundkulisse. Hier stimmt die Abmischung nicht. Wenn man vor den Questgebern steht, dröhnen ständig irgendwelche überflüssigen Wooooschs und Boooms aus den Boxen. Wir konnten noch nicht mal raus kriegen, wie die eigentlich verusacht wurden. Diese Mega-Furze waren so penetrant, dass wir kurz davor waren, das Boxenkabel zu kappen. Die Dialogzeilen der NPCs sind dagegen so leise, dass man erst beim dritten oder vierten Hören überhaupt bemerkt, dass die Burschen ja sogar sprechen können. Viel verpasst man dabei nicht, denn zumindest die Sprecher in der englischen Version klangen ziemlich gelangweilt. Generell hinterlassen die Aussengebiete keinen guten Eindruck. In den kleinen Open-World-Bereichen herrscht ein ständiges Gedrängel, dass aus Spielern, Monstern und NPCs besteht. Auch in den Städten wird es nur wenig übersichtlicher.

Stau vor dem Quest-Verteiler. Immerhin bieten die Texte einen gewissen unfreiwilligen Humor. Jedenfalls in der englischen Version.

Im Gegensatz zu den Städten und Aussengebieten wirken die Dungeons, die man solo oder mit Gruppe betritt, erholsam und aufgeräumt. Hier trumpft das simple Gameplay auf und man kommt schnell in den netten Klick-Kill-Sammel-Flow, den man an dieser Art Spiel so schätzt. Aber: wieso musste man daraus eigentlich ein MMO machen? Spass kommt nur in den Kleingruppen-Dungeons auf. Komplexe Bosskämpfe sind bei den super-simplen Mechanismen eigentlich nicht machbar. Aber vielleicht irren wir uns ja, denn schließlich haben wir Mythos bereits mit Level 10 an den Nagel gehängt. Die Mythos-Community scheint ja mit dem Zustand zu frieden zu sein. Was also soll das Gejammer…

Mythos zeigt sich von seiner besten Seite. Mehr als nettes Dungeons-abgrasen sollte man nicht erwarten.

Kommen wir zum Schluss. Was ist dran an dem Spiel, dass durch so viele Hände gehen musste, bevor es in Europa ankam? In unseren Augen nicht viel. Mythos bietet ein komplexes Charakter-System mit Crafting und Achievements. Das konnte uns nicht bei der Free-to-Play-Stange halten. Wir glauben, dass das Hack’n'Slay Gameplay einfach nicht genug her gibt für ein komplettes MMO. Die Quests kommen über Killen und Sammeln einfach nicht hinaus. Dazu kommen die Probleme mit den Menüs, der nervige Sound und die veraltete Grafik. Wenn man nur nach einem simplen Diablo-Clone sucht, ist man nach Meinung der Exploratoren mit Titan-Quest besser bedient. Das Spiel ist zwar weder ein MMO, noch gratis, bringt aber das launige kleine Gruppenspiel für zwischendurch besser auf den Punkt. Und sieht hübscher aus. Und wirklich teuer ist es auch nicht.

Hin und wieder überrascht uns Mythos mit netten Aussichten und coolem Design. Leider zu selten.


Der (bisher mit Abstand einfallsloseste) Name des Monats

Geschrieben am 8. April 2010 in Der Name des Monats, Dungeons & Dragons Online, Netzkultur von Reaktorblock || Keine Kommentare

Ein Charakter reicht nicht aus, um ein MMO zu spielen. Wir reden hier nicht von der shizophrenen Sitte, ein Spiel mehrmals mit unterschiedlichen Charakteren zu spielen (auch bekannt als twinken…). Nein, heute geht es um den Bank-Charakter. Ein Bank-Char ist prinzipiell ein armes Schwein. Sein einziger Existenzgrund ist der Inventory-Platz in seinem Rucksack, den er selbstlos dem Haupt-Charakter zur Verfügung stellt. Ein Bank-Char ist also nichts weiter als ein Aldi-Beutel mit Beinen. Das ärgerliche an der ganzen Sache ist, dass man, um einen Bank-Char zu bekommen, durch die gesamte Prozedur der Charakter Erschaffung hindurch muss. Und an deren Ende wartet der fürchterliche Augenblick der Wahrheit… der Charakter muss einen Namen bekommen. Das Ergebnis dieser Qäulerei kann man dann am Briefkasten, Auktionshaus oder am Bankschalter  bestaunen: Elfen-Zauberer namens Schliessfach_23, Zwergen-Diebe, die Taschenplatzus heissen oder vielleicht sogar den aktuellen Namen des Monats …

Manchmal muss es eben schnell gehen. Ist doch klar, oder? Warum soll man sich das Hirn zermartern wegen eines beschissenen Bank-Chars? Wieso nenne ich meinen Hund nicht eigentlich auch Schgjklbp?

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