Sehr schöner Bericht über DDO auf Eurogamer.de

Geschrieben am 24. März 2009 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene, RPG, Sonstiges von Reaktorblock || 1 Kommentar

DDO hat Geburtstag und wird drei Jahre alt. Und für einen Dreijährigen hat das Spiel einiges auf dem Kasten. Das hat auch Thomas Sieben gestern in seinem positiven (und wahren) Bericht über das Spiel auf Eurogamer.de festgestellt. Erst lesen, dann testen, dann spielen!

Monster, Action, Fallen. DDO ist nah dran am guten alten Dungeons & Dragons Feeling und fern von jedem tumben Item-Gegrinde.

Monster, Action, Fallen. DDO ist nah dran am guten alten Dungeons & Dragons Feeling und fern von jedem tumben Item-Gegrinde.

Der Charme der Hafenkneipe

Geschrieben am 28. Januar 2009 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene, RPG, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Hafenkneipen haben so einen gewissen Ruf. Hier trifft man auf einfache Leute: Arbeiter, gefallene Mädchen und Versager. Konzernchefs und Promis amüsieren sich an anderen Orten. So ähnlich ist das auch in den beiden Hafenkneipen von Dungeons & Dragons Online (DDO), denn das Hafenviertel ist die Low-Level-Zone dieses Spieles.

Wenn man das Startgebiet (Korthos Island) hinter sich gebracht hat, darf man sich hier – im Hafenviertel – auf den Docks von Stormreach rumtreiben. In den Lagerhäusern jagt man Diebe und in der Kanalisation Kobolde. Ruhm sieht anders aus. High-Level-Content auch. Der Zugang zu DEM zentralen Treffpunkt von DDO, dem Marktviertel, ist für den Anfänger noch verschlossen. Nur wenn man die diensthabende Wache mit jeweils 20 Goldstücken besticht, darf man dieses gelobte Land betreten. 20 Goldstücke pro Besuch wohlgemerkt. Um ungehinderten Zutritt zu bekommen, muss man erstmal ein paar beinharte Quests in der Kanalisation, den sogenannten ‘Waterworks’, absolvieren. Diese Waterworks-Questreihe (sorry, den deutschen Titel kenne ich nicht) ist eine Art Höhepunkt dessen, was man im Hafenviertel geboten bekommt.  Obwohl es sich um Stufe 2 Abenteuer handelt, ist der Schwierigkeitsgrad hoch. Als Solospieler (arme Sau) sollte man erstmal ein paar zusätzliche Level sammeln, bevor man sich an diesen Instanzen versucht. Der Schwierigkeitsgrad hängt nicht nur mit der Monsterdichte zusammen. DDO zieht in den Waterworks einige Register: es wird getaucht und geklettert, man bekommt jede Menge brutaler Fallen in den Weg gelegt und man darf sich mit Horden von kleinen, fiesen, rumhopsenden, schlauen Kobolden prügeln. Die mit Molotov-Cocktails bewaffnet sind. Aua.

Die Waterworks-Abenteuer bringen das Hafenviertel und den Stil des Low-Level-DDO auf den Punkt: schnelles und anspruchsvolles Gruppenspiel. Hier unterscheidet sich DDO stark von ‘normalen’ MMOs, in denen die ersten Instanzen bestenfalls als Anwärm-Abenteuer betrachtet werden können. Die Spieler haben trotz des niedrigen Levels eine Menge Möglichkeiten, die sie auch gezielt einsetzen müssen, um erfolgreich zu sein. Man benötigt Tauchzauber, muss Fallen finden und entschärfen, Geheimtüren entdecken, schleichen, klettern und jede Menge Buffs verteilen. DDO bietet deshalb für fast alle Instanzen 4 Schwierigkeitsgrade an: Solo, Normal, Hard, Elite. Wer ein längeres Abenteuer auf Hard oder Elite bestehen will, MUSS sich einer Gruppe anschliessen. Und selbst mit den neuen Hirelings (deutsch: Tagelöhner, ROFL), ist das Solospiel eine anstrengende Angelegenheit. Zu zweit oder dritt kommt man aber bereits vernünftig durch das Spiel. Vorausgesetzt dass man nicht sofort seine Nase in jede Truhe steckt, die einsam als Fallenköder in einem Gang-Ende steht. Man muss sich immer ins Gedächtnis rufen: reines Monster schlachten (-> grinden) nützt in DDO gar nichts. Nur ein abgeschlossenes Abenteuer bringt Erfahrungspunkte. Und klar: je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr XPs und desto phatter der loot.

Wer diese Art von Entertainment schätzt, darf gerne länger im Hafenviertel verweilen. Neben den Waterworks-Questen findet man noch ein paar durchaus ungewöhnliche  Abenteuer, die eine Menge Spass bereiten. Sehr stimmungsvoll ist zum Beispiel die Mission im Keller des Leuchtturmes vom Stormreach. Hier muss man im Auftrag einer Zauberer-Gilde ein Buch aus einer Privat-Bibliothek klauen. Leider gerät man dabei in ein fieses Fallen-Labyrinth, dass dem Schutz der Bücher dient. Mit einem umsichtigen Schurken lässt sich das Abenteuer sogar im Alleingang meistern.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Solo-Mission ‘Arachnophobia’. Hier muss man eine Gruft von Spinnen säubern. Der Haken daran ist, dass man die Einrichtung der Grabstätte nicht zu stark ramponieren darf. Da DDO ein action-basiertes Kampf-System hat, kann schon mal ein Schlag daneben gehen und einen Familien-Sarg zertrümmern. Vorsichtiges Vorgehen ist also unumgänglich. Das ganze ist besonders niedlich, da DDO ansonsten diejenigen Spieler belohnt, die möglichst viele Fässer und Kisten zertrümmern. Das ist genau die Art von Abwechslung, die in meinen Augen ein gutes Rollenspiel auszeichnet.

Ansonsten bietet das Hafenviertel eine grosse Auswahl von mehr oder weniger konventionellen D&D Abenteuern. Die grosse Auswahl an Missionen lässt die einfache Grafik und Architektur dieses Stadtviertels schnell vergessen. Es gibt für alle Klassen und Rassen viel zu tun und zu entdecken. Zwei Kneipen dienen als Treffpunkt und Quest-Zentrale. Nebenbei funktioniert die Gastronomie auch als Friedhof, da man nach Tod und Wiederbelebung direkt am Tresen wieder ins Spiel einsteigt. Das Design der Kneipen ist übrigens erfrischend individuell. Die Standard-Kneipe von der Stange, wie man sie aus den alten Gebieten von WOW kennt, gibt es in DDO nicht. Jede Taverne hat eigene Räume, NPCs, Missionen und Wandschmuck. Im ‘Wayward Lobster’ (auch hier: keine Ahnung wie die Kaschemme auf Deutsch heisst…) befindet sich zusätzlich noch eine Duell-Arena, die den einen oder anderen PvP-Spieler hierher zieht.

Abschliessend kann man sagen: DDO bietet dem Spieler mit dem Hafenviertel eine ordentliche Low-Level Zone, die vor allem durch zahlreiche und abwechslungsreiche Instanzen glänzt. Der Schwierigkeitsgrad ist höher als in anderen MMOs an vergleichbaren Stellen. Die Grafik ist auf dem Stand von 2005/2006 und das sieht man ihr auch an. Trotzdem laden die vielen verschrobenen Geschichten, die durch Questtexte und nicht zuletzt auch durch die ‘Dungeon-Master-Voice’ erzählt werden, zum Erkunden und Erforschen ein. Besuchen Sie das Hafenviertel – solange es noch steht ;-)

Die Kämpfe in der Kanalisation von Stormreach sind teilweise recht schmerzhaft für hastige oder schlecht vorbereitete Spieler. Ein paar Twinks mit besser Ausrüstung verbessern die Überlebenschancen immens. Wie der erfolgreiche Einsatz diese Eisbogens deutlich zeigt...

Die Kämpfe in der Kanalisation von Stormreach sind teilweise recht schmerzhaft für hastige oder schlecht vorbereitete Spieler. Ein paar Twinks mit besser Ausrüstung verbessern die Überlebenschancen immens. Wie der erfolgreiche Einsatz diese Eisbogens deutlich zeigt...

Die lästigen, kleinen Kobolde agieren teilweise so verschlagen, dass man auf den Einsatz höher-stufiger-Zauber zurück greifen muss. Hier sieht man den Einsatz von 'Otto's unwiderstehlichem Tanz'. Das Herz eines PnP-Spielers schlägt bei solchen klassischen D&D Zaubern natürlich sofort höher. DDO bringt übrigens eine gute Portion Humor mit: der Tanz-Zauber wird mit stilechter Disko-Kugel-Beleuchtung und Techno begleitet.  Käuter-Romantik-Tandaradei-Fantasy-Puristen warten besser auf ein DSA MMO...

Die lästigen, kleinen Kobolde agieren teilweise so verschlagen, dass man auf den Einsatz höher-stufiger Zauber zurück greifen muss. Hier sieht man den Einsatz von 'Otto's unwiderstehlichem Tanz'. Das Herz eines PnP-Spielers schlägt bei solchen klassischen D&D Zaubern natürlich sofort höher. DDO bringt übrigens eine gute Portion Humor mit: der Tanz-Zauber wird mit stilechter Disko-Kugel-Beleuchtung und Techno begleitet. Kräuter-Romantik-Tandaradei-Fantasy-Puristen warten besser auf ein DSA MMO...

Ein Griessbrei namens Startgebiet

Geschrieben am 19. Januar 2009 in Dungeons & Dragons Online, MMO-Szene, RPG, Sonstiges von Reaktorblock || Keine Kommentare

Viele Spieler betrachten Age of Conan als Voll-Flop. Das kann wahr oder unwahr sein, aber eines muss man dem Spiel lassen: es hat bewiesen, wie wichtig ein durchdachtes Startgebiet für ein MMO ist. Schon in der Literatur gilt: wenn es dem Autor nicht auf der ersten Seite gelingt, seine Leser zu faszinieren, muss er damit rechnen, dass sein Buch ungelesen in den Papiermüll fliegt. Diese Erkenntnis macht sich inzwischen auch bei den Spiele-Designern breit. Konsequenterweise haben zahlreiche MMOs, die bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sind, ihre Startgebiete überarbeitet und mit neuen, schickeren Anfängerquesten aufpeppt. Auch Dungeons & Dragons Online (DDO) hat mit dem letzten Patch vom Dezember 08 eine neue Startzone nachgeliefert. Und die Planaren Exploratoren haben keine Mühen und Abo-Gebühren gescheut, um dieses aufpolierte Gebiet zu erkunden. Lest also von den ersten Ergebnissen unserer ‘Expedition Eberron‘:   

Der Start in die DDO Welt ‘Eberron’ findet auf der Insel Korthos statt. Die Parallelen zum Spielbeginn von Age of Conan sind offensichtlich: auch in DDO beginnt man als Gestrandeter auf einer Südsee-Insel ohne Hab und Gut. Und genau wie in der AOC Stadt ‘Tortage’ verhindert eine finstere Macht, das man die Insel als freier Mann (Spieler) verlassen darf. Hier enden aber die Gemeinsamkeiten. Während bei Age of Conan ein Piraten-Diktator das grosse Hindernis ist, bekommt man es bei DDO mit einem leibhaftigen Eis-Drachen zu tun. Immerhin heisst das Spiel ja Dungeons & Dragons Online. Wer für Drachen bezahlt, bekommt auch Drachen. Man muss sodann in einer dichten Kette von Abenteuern hinter das Geheimnis kommen, das den weissen Drachen auf die kleine Insel geführt hat. Erst wenn man das lästige Reptil los ist, kann man die Insel verlassen und sich in die freie Spiel-Welt von DDO stürzen. Erst muss man sich durch den Griessbrei fressen, dann darf man ins Schlaraffenland.

So dröge ist der Griessbrei (Korthos) allerdings gar nicht. Die Story läuft in einer Handvoll von Instanzen und in einem Aussengebiet ab und macht den Spieler nach und nach mit den Mechanismen und wichtigsten Fähigkeiten eines DDO-Charakters vertraut.  Nebenbei nutzt das neue Startgebiet die erweiterten Möglichkeiten der DDO-DX10-Grafik-Engine besser aus, als die herkömmliche Startzone in ‘Stormreach‘. Man bekommt einiges fürs Auge geboten: so herrscht durch die Anwesenheit des Eisdrachen auf der Tropeninsel eine kleine Eiszeit, was zum Beispiel zu hübschem Schneegestöber in den Aussengebieten führt. Klima-Wandel á la DDO. 

Der Mikro-Kosmos der neuen Startzone hält den Spieler ca. 4-8 Stunden gefangen, bis man schliesslich die Insel verlassen darf. Wenn man endlich im Hafen von Stormreach angekommen ist, macht sich auf den ersten Blick sogar etwas Enttäuschung breit, denn hier trifft man auf die zwei Jahre alte Grafik aus den Anfangstagen des Spieles. Die ist zwar nicht schlecht, reicht aber nicht an die neu designten Gebiete heran. Aber auch das Hafenviertel hat seine versteckten Abenteuer-Perlen. Darüber berichten die Planaren Exploratoren aber zu einem anderen Zeitpunkt…

 

Zur neuen Startzone gehört ein schmuckes Aussenareal, in dem Schnee auf tropische Vegetation rieselt. Die Aussengebiete bei DDO bieten die einzige Möglichkeit zum klassichen XP-'Grinden'. Das restliche Spiel findet komplett in den stimmigen Dungeon-Instanzen statt.

Zur neuen Startzone gehört ein schmuckes Aussenareal, in dem Schnee auf tropische Vegetation rieselt. Die Aussengebiete bei DDO bieten die einzige Möglichkeit zum klassichen XP-'Grinden'. Das restliche Spiel findet komplett in den stimmigen Dungeon-Instanzen statt.

 

Hier beobachtet Marcelian von den Planaren Exploratoren wie ein angenervter Eis-Drache seinem bisherigen Arbeitgeber die Kündigung ins Gesicht bläst. Ziel des Abenteuers ist es, dem Reptil seine üblen Arbeitsbedingungen vor Augen zu führen. Der Rest erledigt sich von alleine.

Hier beobachtet Marcelian von den Planaren Exploratoren wie ein angenervter Eis-Drache seinem bisherigen Arbeitgeber die Kündigung ins Gesicht bläst. Ziel des Abenteuers ist es, dem Reptil seine üblen Arbeitsbedingungen vor Augen zu führen. Der Rest erledigt sich von alleine.

 

Ein zwergischer Zauberer, vor den Toren des einzigen Dorfes auf Korthos. Auf der Insel warten 10 Abenteuer auf die Spieler. Neben dem Drachen trifft man auf Sahuagins (Fischmenschen), Kultisten, Untote und Spinnen.

Ein zwergischer Zauberer, vor den Toren des einzigen Dorfes auf Korthos. Auf der Insel warten 10 Abenteuer auf die Spieler. Neben dem Drachen trifft man auf Sahuagins (Fischmenschen), Kultisten, Untote und Spinnen.

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